Lcichtmetallc: Alkalimetalle. Ammonium.
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in Salzsolen, Atineralquellen und Pslanzenaschen, aber stets sehr gering. In 5 Mill. TeilenDürkheimer Sole ist 1 Teil Chlorcäsium, und sie ist die reichhaltigste. Tie größte Mengean ('s enthält der seltene Pollnx (I. 232). Der Lepidolith enthält 0,5°/» lll>. Die Metallewerden dnrch Elektrolyse ihrer Chlorids abgeschieden, l!l> auch durch Reduktion von OOzlll»mit Kohle. Cäsium ist nur als Amalgam mit X^ erhalten, das sich aber rascher oxydiertals das des Xd, und positiv ist gegen dieses wie gegen das von X, weshalb Es als das elektro-positivste Element zu betrachten ist. In ihren Verbindungen verhalten sie sich vollständig wiedie X Verbindungen; sie färben die Flamme violett; Platinchlorid bildet mit beiden ebenfallsNiederschlüge, die aber unlöslicher sind als der des X und deshalb davon getrennt werdenkönnen; ebenso sind die Niederschlüge von 0« und l!5 zu trennen, da der von Es unlös-licher ist als der von Xl>.
Ammonium. ^ 114 . Atomgewicht des Radikals 18.
Das (S. 17 ff.) besprochene Ammoniak, Xflü, bildet, wie (S. 20 ) an-gegeben, mit Säuren Salze, welche den Kaliumsalzen isomorph sind und worindie einwertige Atomgruppe XH 4 , Ammonium, als Radikal, einem Alkalimetallentsprechend, anzunehmen ist, da das wasserfreie XII, mit dem wasserfreien 8 (Xsich zwar verbindet, aber nicht zu einem Salz (S. 58) und da XII, wie einMetall ein Amalgam bildet.
Das Ammouiumamalgam wird erhalten durch Einwirkung eines galvanischen Stroms»uf Chlorammonium, OIXX 4 , indem man die Vertiefung eines angefeuchteten Salmiakstücksmit Quecksilber füllt und die negative Platinelektrodc eintaucht. Das an dieser Elektrode ab-geschiedene XX, entsteht dnrch Zersetzung von Wasser, wobei ll mit XX^ das XX^ bilde!.Der freie O zersetzt au der positiven Elektrode XX., und macht hier X entweichen. Das ent-standene Ammonium bildet mit Xx ein Amalgam, dessen Bildung mit dem Wirken derBatterie beginnt und an lebhaftem Anschwellen des Quecksilbers sichtbar wird. Einfachererfolgt die Bildung mit Hilfe von Natriumamalgam. Zu dessen Darstellung bringeman in einen Porzellanmörser etwas Quecksilber und drückt mit der Mörserkeule ein StückchenNatrium ein; aber vorsichtig, da heftige Reaktion stattfinden kann. Von solchem Natriumamalgaminit etwa l'f/v Xu legt man in koncentrierte Salmiaklösung oder in die stark angefeuchteteHöhlung eines sesten Salmiakstücks. Es findet Umsatz statt nach der Gleichung: X^nX^ -l-2 CIXX 4 — lckAi>(XII^)z st- 26IXu. Bei diesem Umsatz und Übergang des Natriumamalgamsin Ammoniumamalgam findet starke Volumvergrößerung des ursprünglichen Amalgams statt.Das Ammouiumamalgam ist eine voluminöse, mctallglänzende, graue, butterweiche, in derKälte spröde, dunkelblaue Masse; sie zersetzt sich rasch in Quecksilber, Ammoniak und Wasserstoff,und zerfällt dabei in 2 Vol. Xllz auf 1 Vol. ll.
Für das Bestehen der Verbindung XX^ spricht auch die Thatsache, daß die Verbindung vonXXz mit ilOz (S. 20. 58) aus ihrer Lösung nicht durch Baryumfalze gefällt wird, erst nachAufnahme von XzO. Es spricht dafür das Bestehen von Metallammoniumverbin-dungen, gleichsam zu betrachten als Ammonium, worin 1 oder 2X durch Metall ersetzt ist;z. B. (XXzX).,, (XXzXahz, (XlXKzsz, oder (XXz^llu, lXXzs^n, auch On, X^ u. a. könneneintreten. Die Alkalimetallverbindungen entstehen durch Auslösen des Metalls in flüssigemAmmoniak; die übrigen durch Einwirkung von Alkalimetall und Metalloryd oder Chlormetallauf flüssiges Ammoniak. Man nimmt an, es entstehe zuerst Alkalimetallammouium nebeneiner ammoniakalischen Metallverbindung (S. 21) und beide setzen sich dann um. (XaXXz^ -siXn(XX,)z(> ----- Xn(XXz)r -1- (XaXXz)O; XasXXzsz -l- XusXX^EIz — La(XII,)z -s- 2XuXXzEI;ähnlich wirken LuOIz, XZOIz, 2^01. Beim Zusammenbringe» von Chlorammonium mitKaliumammonium in zugeschmolzener Röhre entsteht freies Ammonium, das sich inflüssigem Ammoniak tiefblau löst. Überhaupt bildet sich in all diesen Fällen zuerst einemetallisch glänzende rote Flüssigkeit, welche Metallammonium enthält; dann, wenn Ammoniakim Überschuß ist, tritt eine blaue metallische Flüssigkeit auf, welche Ammonium enthält.
Die Quellen der Ammoniumverbinduiigen sind jetzt die durch trockeneDestillation organischer Stoffe, Gasfabrikation, Bereitung der Knochenkohle, er-