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2 (1891) Elemente und Verbindungen / von ... L. Weis
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135
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Am>iw>iiumhi)drc>,riid, Chlorammonium.

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halteneu ammoniakalischeu Flüssigkeiten. Bei ihnen ist das KIO, an Säuren,zumal 00., gebunden, auch frei absorbiert. Die reine Lösung des Gases in Wasserheißt Salmiakgeist (S. 19) und wie mau die Lösung der Säureanhydride8 < 0 , 0(0, 8i(0 in Wasser, als die Lösung der normalen Säuren 80-(01000 -(>, 10 , ÄOZO betrachtet, so betrachtet man auch Xllg -s- 100 ^ KH^-OIIals eine Lösung von Ammoniumliydroryd, das ebensowenig wie jene Säuren inungelöster Verbindung erhalten werden kann. Dagegen stellte mau abgeleitete Ver-bindungen, Derivate von KO^O dar, worin die 411 durch zusammengesetzte Radikaleersetzt sind, z. B. das Tetramethylammoniumhydroxyd, X(011^-011. Essind dicke Flüssigkeiten von stärkerer alkalischer Kraft als X 64 OII Lösung. Nochweniger konnte Ämmoniumoryd (KHZ/) für sich erhalten werden. Aber derSalmiakgeist verhält sich ganz wie die Lösung dieser Basen und die Salze der-selben werden im allgemeinen erhalten durch Neutralisiren dieser Lösung mit denentsprechenden Säuren.

Die Ammonium salze sind wie die der Alkalien farblos, leicht löslich, aber -flüchtig, weshalb Ammonium auch flüchtiges Alkalimetall heißt; sie zersetzen sich beimErhitzen. Fixe Alkalien und Erdalkalien scheiden X>0 aus ihnen aus; erkennbar amGeruch, an der alkalischen Reaktion und den weißen Salmiaknebeln, die es mit Salz-säure bildet (S. 20 ). Platinchlorid erzeugt in den Lösungen einen gelben krystalli-nischen Niederschlag von 1000-2X11^01, der Heller ist als der 10 Niederschlag undbeim Glühen kein 1001, sondern reines Ot hinterläßt. Weinsäure fällt saures wein-saures Ammonium.

Den Au s g a n g s st 0 f f der Ammoniumverbinduugen bildet das Chlor-ammonium, XO^OI, der Salmiak, das mittelalterliche sal armeniaeum, Salormiaeuin,von den Vulkanen Armeniens zuerst in Handel gebracht, später sal ammoniacuiugenannt (1.142. II. 17). Wurde früher aus dem Ruß des kochsalzhaltigen Kamelmisteszumal iu Ägypten gewonnen. Die bei trockener Destillation erhaltenen ammonia-kalischen Flüssigkeiten enthalten das Ammoniak frei oder vorzugsweise als kohlen-saures Salz. Sie werden da, wo unreines Salz verwendet werden kann, sofortmit Salzsäure neutralisiert. XII^ -j- 0111 OIXII 4 . Im anderen Fall wird dieFlüssigkeit für sich oder mit Kalk der Destillation unterworfen und das über-gehende Ammoniak wird in Salzsäure aufgefangen. Man stellt auch durch Zusatz von8 OZI 2 oder Gips zuerst schwefelsaures Ammonium dar, das dann durch Kochenmit Kochsalz wertvolles Glaubersalz und zugleich Salmiak liefert. 8(0-(0(101^0-s- 20IXa 80.,-(0>im, -j- 201X10. Beim Abdampfen krystallisiert das iuSalmiaklösung schwerlösliche 8 (ZXgz zuerst aus. Die so oder so erhaltenenLosungen werden zur Krystallisation eingedampft und entweder durch Kochen mitKnochenkohle von den brenzlichöligen, teerigen Stoffen gereinigt oder, wie meistensgeschieht, durch Sublimation.

Eigenschaften. Meist weiße fasrig krystallinische Massen, von aneinander-gereihten Oktaedern; scharf stechend schmeckend, löslich in 2,7 kaltem, in 1 Teilsiedendem Wasser. Sublimierbar ohne zu schmelzen, erleidet dabei Dissociation(1. 92) in XIO und 0111; beim Abkühlen vereinen sich beide wieder. DieDissociation ist bei 350° vollständig, die Dampfdichte dabei 13,5, entsprechend derDichte eines Gemenges gleicher Moleküle X 10 (8,5) und 0111 (18,2). Auch beim