Weisse Blätter.
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nicht durch Theorien, zur Erkenntnis gezwungen worden,dass die Blaublätterstruktur nicht Schichtung, sondernSchieferung ist. Unter obigen Nummern habe ich je-weilen denjenigen Beobachter beigesetzt, welcher zuerstden betreffenden Punkt in aller Schärfe betont hat, wo-bei übrigens nicht ausgeschlossen ist, dass die anderendie gleiche Erscheinung nachher ebenfalls vielfach wahr-genommen haben. Selbst Agassiz, der mehr als möglichauf Schichtung zurückzuführen versucht hat, kommtdennoch zu dem Schlüsse (Syst. 301): „Man darf dieBänder nicht mit den Schichten verwechseln, sie sind vondenselben durch eine unregelmässigere Verteilung unddie Abwesenheit von einer Sand- oder Kieslage zwischenihren Grenzfugen unterschieden“.
f) Die weissen Blätter.
Die weissen Blätter erwähnt schon Hugi, Tyndallnennt sie „white ice-seams“, Seve „bandes lactees“. Siesind sehr blasenreiche, von Sand und Schlamm freie unddeshalb blendend weisse Eislamellen von einigen Centi-metern bis zu einigen Metern Breite und bedeutender,doch nicht über den ganzen Gletscher reichender Länge,eingeschlossen im kompakteren bläulichen Eise. Sie ragenan der Oberfläche als Rippen vor, indem sie wegen ihrerstarken Reflexion und mehr noch ihrer Reinheit von denSonnenstrahlen weniger angegriffen werden. Sie gehennicht allzu tief in den Gletscher hinab. Seve konnte siein Spalten nie tiefer als 7 bis 10 m unter die Oberflächeverfolgen. Sie treten stets am Fusse der Gletscherbrücheauf, fehlen aber fast ganz auf Gletschern ohne Brüche.Von diesem Gebiete lassen sie sich oft einige Hundertevon Metern thalabwärts verfolgen und verschwinden dannmeistens wohl dadurch, dass die Abschmelzung sie gänz-lich abträgt, teilweise auch (nach Seve), indem ihr weissesEis dem gewöhnlichen umgebenden Eise stets ähnlicherwird. Zunächst am Fusse eines Gletscherbruches sindsie ziemlich unregelmässig und nur im allgemeinen gleich