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das lässt sich weder bestreiten noch behaupten. Ueber die Wahr-scheinlichkeit einer solchen Annahme kann nur die Berechnungder Bauschanalysen einige Aufklärung geben.
Zur chemischen Untersuchung wurde ein braunrother nor-maler Schiefer von der Strasse zwischen Ober-Steige und demKamm ins Breuschthal mit dem specifischen Gewichte 2.790(Analyse I), ein eben solcher aus dem Lingolsbacher oder Liensch-bacher Thale östlich von Hohwald von blauer Farbe und mitdem specifischen Gewicht 2 .si 2 (Analyse II) und endlich einnormaler schwarzer Schiefer aus dem Dudenbacher Thal, halbwegszwischen Hohwald und Andlau (Analyse III) ausgewählt. DieAnalysen I und II wurden im Laboratorium der Commission zurgeologischen Landes-Untersuchung von Eisass-Lothringen vonHerrn Dr. H. Ungeii ausgeführt, während die Analyse III imLaboratorium der hiesigen Universität durch freundliche Ver-mittlung des Herrn Professor Fe. Rose von Herrn Petiii ausBuxweiler im Eisass vorgenommen wurde. Die Methoden sindbei diesen, wie bei allen später anzuführenden Analysen, wonicht das Gegentheil angegeben ist, die bekannten BuNSEN’schengewesen. In den beiden ersten Analysen wurde Kohlensubstanzqualitativ nachgewiesen; eine quantitative Bestimmung erschienbei der geringen Menge derselben nicht thunlich. Ob bei derAnalyse III auf organische Substanz geprüft wurde, ist mirnicht bekannt geworden; ebensowenig vermag ich zu sagen, obdas Fehlen des Eisenoxyduls experimentell nachgewiesen oderob eine Trennung der Oxydationsstufen dieses Metalls nichtdurchgeführt wurde. Unter P, II a und IIP endlich habe ichdie durch Theilung der procentischen Mengen mit den altenAtomgewichten gefundenen relativen Mengen der Molecule hinzu-gefügt. Die Quotienten wurden mit 100 multiplicirt, um dieZahlen übersichtlicher zu machen. Von einer Berechnung desSauerstoffgehaltes wurde abgesehen, weil es mir scheint, dass die
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