kroskopische Aussehen der Gesteine wesentlich beeinflusst er-scheint. Zumal der Quarz, die Hornblende und der Talk nehmenoft das eine, oft das andre auf Kosten des Restes derart anMenge zu, dass sehr quarzitähnliche, talkige oder ampliibolischeSchiefer entstehen, von denen die letzteren besonders in derGegend von Culitzsch und Voigtsgrün entwickelt gefunden wur-den. Auf diesen Reichthum an Amphibol in den erzgebirgischenSchiefern deutet auch wohl der hohe Gehalt an MgO (3.oos °/o)in der CARiüs’schen Analyse hin.
Im Ganzen sehr analoge Verhältnisse zeigen die Thon-schiefer, welche das Material zu den Contactgesteinen des lin-ken Elbufers zwischen dem hintern Müglitzthale und der Gegendvon Leuben liefern. Die gleiche hochentwickelte Ivrystallinität,wenngleich die relativen Mengen der componirenden Mineralienstark schwanken. So zeichnen sich die Schiefer im Müglitzthaleoberhalb Weesenstein durch hohen Hornblendegehalt aus; danebentritt, stellenweise bis zur Verdrängung des Amphibols, ein grünerGlimmer auf. — Recht arm an Glimmer und reich an Quarzund koliliger Substanz pflegen die Schiefer aus der Umgebungvon Ziegenhain , Neuhöfchen und Berba bei Leuben zu sein.In manchen derselben, die sich stark den Quarziten nähernund dabei reich an Eisenglanz sind, wurden die zierlichstenIvryställchen von Granat in den Formen des Octaeders und Rhom-bendodekaeders gefunden, durchaus analog denen, die nacheiner freundlichen, brieflichen • Mittheilung des Herrn ProfessorsRenard in Löwen in ganz ähnlich mineralogisch zusammenge-setzten Schiefern der Ardennen auftreten.
Auch die sehr feinkörnigen, durch ihre zierliche Fältelungausgezeichneten Phyllite von Roth-Schönberg im Triebischthalebestehen wesentlich aus Quarz und einem fasrigen, farblosen,nicht pleocliroitischen Mineral mit anscheinend zur Faserung pa-ralleler Auslöschung, welches nicht mit Sicherheit bestimmt wer-