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oberhalb der Iürche und verläuft nun in nördlicher Richtungüber die Vorhügel von Mittelbergheim , Barr und Heiligenberg nach Truttenhauscn zurück. Der Granititstock umfasst also dieunteren Theile des Kirneck- und Andlau -Thales und die zwischenihnen liegenden Gebirgsrücken ganz, die nördlich und südlichdavon ansteigenden Gehänge nur zum Theil. Es trägt derselbedie malerischen Ruinen der Burgen Landsberg , Andlau und derSpessburg.
In seinem ganzen Umfange wird der Granititstock von demSteiger Schiefer oder vielmehr den metamorphen Gliedern des-selben umfasst, mit Ausnahme der östlichen Grenzlinie, wo sichder Rheinthalspalte entsprechend triadische und jurassischeSchichten an denselben anlehnon, während er gleichzeitig hierdrei vereinzelte kleine Schollen von buntem Sandstein trägt, welcheals herabgestürzte Bruchstücke der grossen Sandsteindeckc auf-gefasst werden müssen.
Die grösste Höhe erreicht dieser Stock im Westen mit709 Meter auf dem Gipfel des Rebstalls im unmittelbaren Cou-tact mit dem Schiefer, während am ganzen nördlichen und süd-lichen Verlauf der Grenze der die höheren Theile der Berg-gehänge bildende Schiefer wallartig den in den unteren Partieenherrschenden Granitit überragt.
Schon Elie de Beaumont 1 erkannte richtig die isolirteStellung dieses Grauititstocks und giebt auch eine in grossen Zü-gen gehaltene, aber meistens ganz zutreffende petrographischeBeschreibung desselben. Dagegen dürfte wohl die Identificirungdieses Gesteins mit dem Haupt-Vogesengranit, welche Elie de Beaumont versucht, bei genauerer Prüfung kaum aufrecht zuerhalten sein. Das Gestein dieses Stockes, welches sich in über-raschender Weise durch die ganze Ausdehnung desselben hin
1. Explication de la carte gdologique de la France. I. pg. 303.
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