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Abzug der für die Bildung des Kali- und Natronfeldspathesnothwendigen Mengen A1 2 0 3 nur etwa 7.5 Molecule dieser Sub-stanz übrig bleiben und man also selbst bei der ganz unberech-tigten Annahme, alles Fe ä 0 3 vikariire für A1 S 0 3 , nur noch über14.5 Molecule von Sesquioxyden zu verfügen haben würde.
Daubkee 1 erwähnt, dass der Granitit, ausser den oben be-sprochenen Ausscheidungen, auch Bruchstücke des durchbroche-nen Schiefers in sehr wechselnder Grösse an den Tunkten um-schliesse, wo sich diese beiden Gesteine berühren und giebtbesonders das Andlauthal als Fundort an. Das hohe Interessewelches sich an eine solche Erscheinung knüpfen würde, liessmich angelegentlichst nach diesen Vorkommnissen suchen, aberich habe dieselben nirgends beobachten können. Der unmittel-bare Contact des Granitits und der Steiger Schiefer lässt sichau mehreren Tunkten in der unmittelbaren Umgebung vonAndlau , so am Hügel NO dieses Städtchens, ganz besondersschön im Weihermattenthal, welches gleich oberhalb Andlau nach Süden sich öffnet, an der Strasse von Andlau nach Hoh-wald, ferner westlich von der Ruine Landsberg und in der Um-gebung von Truttenhausen, zumal nahe am Wege von hier nachNiedermünster beobachten; aber an allen diesen Tunkten war,ausser der rund um den Granititstock entwickelten Contactmeta-morphose der Steiger Schiefer, nichts Auffallendes wahrzunehmen.— Nur im Weihermattenthal bemerkte ich deutlich eine Beein-flussung der Structur des Granitits an der Berührung mit demSchiefer. Das Gestein hatte, bis auf geringe Erstreckung vonder Berührungsfläche, seinen körnigen Habitus verloren undeinen mehr porphyrischen angenommen, ohne ein echter I’or-phyr zu werden. Am besten vergleicht man die Structur des-selben mit der der Granitporphyre, indem auch hier wohl aus-
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