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den nur solche Messungen notirt, bei denen die Abweichungder Auslöschung beiderseits der Zwillingsebene ziemlich genauübereinstinnnten und die also Schnitte aus der Zone OP : co Pöö"sein mussten. Die hier gefundenen Werthe ergaben als Mini-mum der Ablenkung (auf OP) 5°—8° in zahlreichen Messungen,als Maximum (auf ooPoT) 27°—28°. Demnach hätte man nachDes Cloizeaux’ Bestimmungen entschieden einen Labradorit an-zunehmen. — Unregelmässigkeiten in den Plagioklaskrystallen,wie sie gelegentlich der Granitite erwähnt wurden, sind auchhier sehr zahlreich vorhanden; besonders häufig kehrt das Ver-haltniss wieder, dass die peripherische Zone eines Plagioklasoptisch anders orientirt ist, als der Kern, wie Fig. 9 zeigt,worin die Schraffirung die Lage der Auslöschungsrichtungen an-deutet. Ein System doppelter, sich kreuzender Zwillingslamellen,hei sonst ungestörter, meistens schön zonarer Structur, findet sichsehr häufig; dabei scheint das eine parallel zu OP, das andereparallel zu ooP* zu liegen; die beiden Systeme bilden miteinander einen Winkel von etwa 93°. — Unter den Ein-schlüssen verdienen nur Ampliibol-Mikrolithe und Flüssigkeits-einschlüsse als häufiger vorkommend eine Erwähnung. Bei derVerwitterung der Plagioklase bilden sich neben Carbonatenauch farblose, blättrige Aggregate, welche sich im Dünnschliff inSäure nicht lösen, die ich aber nicht mit Sicherheit als einenGlimmer zu bestimmen vermag.
Die Quarze sind überreich an nicht expansibeln Flüssig-keitseinschlüssen mit nur selten spontan beweglichen Libellen.
Der Amphibol ist stets dickprismatisch ausgebildet, zeigtoft die bekannten Zwillinge nach oo Pob und enthält als Ein-schluss etwas Magnetit, Apatit und Magnesiagiimmer, welcheMineralien auch sonst spärlich selbstständig sich am Gesteins-gewebe betheiligen.
Als accessorisch und im Allgemeinen selten sind zu er-
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