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Die Steiger Schiefer : und ihre Contactzone an den Granititen von Barr-Andlau und Hohwald / H. Rosenbusch
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342

XXXIX. XXXIX 3 .

K,0. 2.549- 5.41

Na 2 0 . 2.870 9.27

H 2 0 . 1.533- 17.03

1 00.927- 309.63

Die Uebereinstimmuug dieser Analyse mit derjenigen desnormalen amphibolführenden Hohwaldgranitits (Nr. X) ist aller-dings nicht so gross, dass man in einer chemischen Identitätder beiden Massen eine Stütze für die oben ausgesprocheneVermuthung, der Granitporphyr sei eine exomorphe Contact-bildung am Quarzdiorit, finden könnte. Andrerseits aber lehrt

die Vergleichung dieser Analyse mit derjenigen des quarzführen-den Diorits vom Schwarzenberg (Nr. XXXVI und XXXVIII), dassder umgekehrten Annahme, der Granitporphyr sei eine endo-morphe Contactbildung dieses Gesteins, die schwersten chemi-schen Bedenken entgegenstehen. Sollte demnach der weitereVerlauf der geologischen Untersuchungen eine selbstständigeStellung des Granitporphyrs nicht ergeben, so würde man immer-hin auf die erste der genannten Hypothesen zurückgreifen müssen.

SiO s

ai 2 o 3

Fe s 0 3

Analyse XXXIX.

Pro-

Mole-

Pro-

Mole-

Pro-

Mole-

pri

cente.

cule.

cente.

cule.

cente.

cule.

ccn

Granitporphyr .....

61.937

204.89

19.346

37.68

4.495

5.61

2.:

Kalifeldspath.

9.813

32.46

2.777

5.41

Natronfeldspath ....

16.814

55.62

4.759

9.27

Kalkfeldspath.

6.082

20.12

5.165

10.06

Eisenoxydhydrat. . . ,

4.551

5.68

Amphibol.

3.912

12.94

6.645

12.94

2 3

2.037

6.74

--

Quarz. ..

23.309

77.01

Differenzen . . .

-0.056

-0.07

ß-' 1

264

343

Will man die Analyse des Granitporphyrs auf die relativenMengen der componirenden Mineralien berechnen, so kann dabeinicht die Analyse des Amphibols aus dem Quarzdiorit zu Grundegelegt werden, da nach einer Prüfung dieses Minerals mit demLöthrohr dasselbe hier keine Alkalien enthält. Man wird daheralle Alkalien den Feldspathen zuschreiben müssen, mit Vernach-lässigung der hier sehr unbedeutenden Menge an Glimmer; wennman dann den Kalk derart vertheilt, dass die Molecule desselbenin der Hornblende sich zu denen der Magnesia verhalten, wie1 : 3, eine Proportion, die sich bei dioritischen Hornblendender Vogesen findet, welche von Delesse analysirt wurden, wäh-rend der Rest als Anorthit in Rechnung gebracht wird,. dannerhält man die in der folgenden Tabelle angegebenen relativenQuantitäten der Gemengtheile des Gesteins. Da sich kein An-haltspunkt für die Vertlieilung des Wassers auf etwas Kaolin,chloritische Umwandlungsproducte des Amphibols, Eisenoxydhy-drat und Glimmer findet, so wurde die Gesammtmenge dessel-ben als Eisenoxydhydrat berechnet und zur Compensation derMagnetit im Calcul nicht berücksichtigt.

MgO

KjO

Ka s 0

H ä 0

Summa.

--

----

-

____

-

Pro-

Mole-

Pro-

Mole-

Pro-

Mole-

Pro-

Mole-

Pro-

Mole-

cente.

cule.

cente.

cule.

cente.

cule.

cente.

cule.

cente.

cule.

1-811

9.05

2.549

5.41

2.870

9.27

1.533

17.03

100.927

309.63

--

2.549

5.41

15.139

43.28

-

2.870

9.27

2 4*. 443

74.16

--

14.064

.40.24

_

_

1.533

17.03

6.084

22.71

1-811

9.05

13.457

38.82

--

4.517

1 3.48

.

~

23.309

77.01

0.056

-0.07

265