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niges Aussehen uud scheint sich schon mit diesen Hülfsmittelnfast gänzlich in ein mikrokrystallines Aggregat aufzulösen. Unddoch ist dem selbst bei mikroskopischer Beobachtung keineswegsso. Hier erkennt man zwischen den äusserst winzigen Leistchenvon Feldspath und den geringen Mengen mikroskopischer Quarz-körner ganz deutlich eine wasserhelle structurlose Gesteinsbasis,die oft unendlich fein braun gekörnelt erscheint, oft aber auchnicht die Spur solcher globulitischen Körnung wahrnehmen lässt.Die grösseren Quarzeinsprenglinge haben stets recht scharf kry-stalline Begrenzung und besitzen alle für die Quarze der Por-phyre charakteristischen Eigenschaften, mit Ausnahme der Glas-einschlüsse. Solche von Flüssigkeiten mit beweglichen Libellensind häufig, ebenso Interpositionen der mikroporphyrischen Grund-masse. — Die grünen Glimmerblättchen sind nur sehr seltenfrisch; sie erscheinen in chloritische Aggregate umgewandelt,welche gänzlich mit den analogen der Pyroxene und Amphiboleidentisch sind. — Entschieden hervorzuheben ist es noch, dassdie mikroskopischen Feldspathleisten der Grundmasse, auch da,wo keine Spur von trikliner Zwillingsstreifung wahrnehmbar ist,unter ihren Zersetzungsproducten den kohlensauren Kalk inreichem Maasse führen. Dieser Kalkspathgehalt wurde der Si-cherheit halber auch chemisch nachgewiesen. Ich glaube diesesfür Quarzporphyre auffallende Verhalten besonders deswegenbetonen zu sollen, weil darin eine interessante Analogie mit denoben besprochenen, sogenannten Minetten zu Tage tritt. —Der Kieselsäuregehalt dieses Quarzporphyrs beläuft sich auf72.43 °/o ; das specifische Gewicht ist 2.gsi.
Andere Blöcke desselben Vorkommens zeigen ein durchausverschiedenes Gestein und sind dennoch durch solch allmähligeUebergänge mit den so eben beschriebenen verknüpft, dass ander Zusammengehörigkeit beider Massen nicht der geringsteZweifel erlaubt ist. — Bei etwas gesättigterer brauner Farbe
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