Die Lösung der Wasserreclits - Frage.
w ie bereits erwähnt, führt die Fischa - Dagnitz - Quelle ein vortreffliches, zur VortrefflicheBesehaf-Versorgung der Stadt vorzüglich geeignetes Wasser, welches an Reinheit und Güte ^ cn ^ eit ^scha-die sämmtlichen übrigen Gewässer in der Umgegend Wiens weit iibertriff't.
Die von dem hiesigen Stadtbau-Amte verfasste Denkschrift erklärt in dieserBeziehung Seite 19:
„Die Fischa-Dagnitz entspringt in einer Au bei Ilascheudorf unterhalb Eben furth und führt schon nahe der Quelle pr. Secunde an 30 Cubikfuss, somit perTag 1 ’/, Millionen Eimer vom reinsten, k 1 a r s t e n W a s s e r von 7 bis9 Grad R.”
„Dieses Wasser zur Wasserversorgung für Wien zu benützen,wäre höchst lohnen d.”
Aber fast unüberwindliche Schwierigkeiten stehen bis jetzt der Benutzung des- Unüberwindlicheselben entgegen. Schwierigkeiten be-
Nicllt weniger als 35 industrielle Werke werden durch die Fischa-Dagnitz auf zu ®jj lcl1 _^ enntznn &
ö ° dieses Wassers.
ihrem Laufe von Haschendorf bis Fischainent betrieben. Diesen Werken darf man dasWasser nicht ohne eine angemessene Entschädigung entziehen. Eine Verkümmerungdes dortigen industriellen Betriebes würde überdies zur Entvölkerung und Verarmungder ganzen Gegend führen, und sogar die Approvisionirung Wiens beeinträchtigen.
Endlich aber erfordert nach vorläufiger Berechnung die Expropriation des be-stehenden Wasserrechtes eine ganz enorme Summe, welche — wenn auch nicht durch-aus unerschwinglich — dennoch die Benutzung der Fischa-Dagnitz -Quelle weit kost-spieliger als anderweitige Versorgungen erscheinen lässt. —
Dass bestehende Rechte in keiner Weise ohne vollgültige Entschädigung ver- Erörterung der Ent-letzt werden dürfen, und dass die übrigen vorgenannten Umstände gleichfalls eine sorg- schadignngsfrage.faltige Berücksichtigung verdienen, versteht sich von selbst.