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Der Diluvialsand von Hangenbieten im Unter-Elsass, seine geologischen und palaeontologischen Verhältnisse und Vergleich seiner Fauna mit der recenten Fauna des Elsass / von A. Andreae
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ergiebige und in geologischer Hinsicht höchst benierkenswertlieFundstätte zwischen Hangenbieten und Achenheim unweitStrassburg vollständig vernachlässigt * 1 . Die einzigen Notizen,welche mir aus der Litteratur über das Vorkommen von Hangen-biete'n bekannt wurden, sind folgende : In Daübree,Descrip-tion geologique et mineralogique du departcment du Bas-Rhin,1852, findet sich auf Seite 230 erwähnt, dass bei Hangen-bieten unter dem Löss weisse Sande liegen, welche mit Mergelnwechsellagern, und dass diese Sande ausser Landschnecken nochSüsswasserconchylien enthalten, unter denen Planorbis, Paludinaund Cyclas namhaft gemacht werden. Ganz vorübergehend ge-dachte auch schon Puton 1835 (Bull, de la Soc. geol. de France,t. VI) bei Gelegenheit einer Excursion der Sande von Hangen-bieten. Sandbekger schliesslich erwähnt das Vorkommen nachAngabe Daubrees und spricht die Vermuthung aus, dass derFundpunkt sehr reich sei (1. c. 760) 2 .

187276. Mever F. Beiträge zur Fauna des Elsasses im Nachrichtsblatt der d.

malak. Ges. 1872, pg. 73; 187s, pg. 9; 1876, pg. 104 und 113. Letz-teres eine Reproduclion des IlAGENMtLLEKschen Verzeichnisses (Bull, dela soc. d'hist. nat. de Colmar 187172).

1878. Büttger 0. Zur Molluskenfauna des Elsasses. Nachrichtsbl. d. d. malak. Ges.,

pg. 87.

1879. Andreae A. Zur Fauna des Elsasses. Nachrichtsbl. d. d. malak. Ges., pg. 91.1884. Lehmann F. X. Einführung in die Molluskenfauna Badens.

1. Der nur vorübergehend aufgeschlossene Diluvialsand bei Bruchsal hatWalchner und Sandberger nur 12 Arten geliefert, darunter die interessante sonstdem Diluvialsand fehlende, aber dem Heidelberger Löss zukommende Pupa doliumDar. var. plagiostoma Brn.

Aus dem neuerdings von Ciielids bei Darmstadt entdeckten Diluvialsand hatGreim (Neues Jahrb. f. Min. etc. Bd. II. 1884. 49) 19 Arten publicirt. Beide Fund-punkte können bis jetzt lange nicht das Interesse beanspruchen wie diejenigen vonMosbach , Ilangenbieten und Mauer.

2. Neuerdings hat auch Herr Dr. Schumacher in seinen Erläuterungen zurgeologischen Karte der Umg. v. Strassburg (1883) einige Male auf das Vorkommenvon Hangenbieten zum Vergleich hingewiesen.