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Der Diluvialsand von Hangenbieten im Unter-Elsass, seine geologischen und palaeontologischen Verhältnisse und Vergleich seiner Fauna mit der recenten Fauna des Elsass / von A. Andreae
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boden, namentlich in der Ebene au den Terrassenabhängen 1 inMenge.

Gattung Pomatias.

Pomaiias scptemspiralis Raz. fehlt überall in unseren Di-luvialsauden, fand sich jedoch in dem jüngeren CannstadtcrTuff. Sie ist jetzt in der Rheinebene nur als Eindringling zubezeichnen, indem sie nur ganz im Süden am Isteiner Klotz und bei Klein-Kembs lebt, wo sie local, wie alle Pomatias-Arten, allerdings häufig ist. In der Pfirt im Eisass, deren Faunaüberhaupt zum Gebiete des Schweizer-Jura gehört, findet siesich natürlich in Menge.

Gattung Yalvata.

Es scheint, dass die Valvaten in dem Diluvialsande vonMauer am häufigsten sind; wenigstens kommen auf einige100 Valvaten, welche man dort sammelt, nur einige wenige

Exemplare anderer Conchylien. Das Mengenverhältniss der Arten,welches nachstehend berechnet ist, zeigt, dass die jetzt im

Rheingebiete ausgestorbene V. naticina, die jetzt vorwiegend inder Memel und in den nordöstlichsten Gebieten Deutschlands lebt, hier durchaus dominirt, während V. piscinalis Müll. , diejetzt im Rheinthal so ungemein häufige Form, im Diluvialsandüberall zurücktritt.

Relative Häufigkeit der Valvaten im Diluvialsand von Mauer.

Anzahl der Exemplare.

V. naticina = 515 = 90 °/ 0

V. antiqua = 50 = 9 °/ 0

V. jriscinalis = 7 = 1 0 0

V. macrostoma = 0 =

V. cristata = 0 =

572 - 100 %

1. Sie tritt z. B. massenhaft bei Kolbsheim unweit Hangenbieten auf.