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Polyembryonie und Keimung von Caelebogyne : ein Nachtrag zu der Abhandlung über Parthenogenesis bei Pflanzen / von A. Braun
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Die systematische Stellung dieser Pflanze ist neuerlich der Gegenstanddivergirender Ansichten geworden. Während Smith die Gattung Caeleho-gyne mit Sapium verglich und Endlicher sie in Übereinstimmung damitneben Stillingia, womit er Sapium vereinigt, seiner Tribus Ilippomaneaeeinreiht, sucht ein neuerer Monograph der Familie, Bailion ('), ihre Ver-setzung unter die Crotonideen zu begründen und betrachtet sie als nächsteVerwandte der gleichfalls zu dieser Gruppe gezogenen Aubletschen GattungConcevciba; der Verfasser des erwähnten Aufsatzes in der Bonplandia ( 2 )endlich weist ihr wegen der klappigen Knospcnlage der (männlichen) Kelcheeine Stelle in der Gruppe der Acalyphecn an.

Zur Beschreibung der männlichen Blüthen von Caelebogync standenmir nur unvollkommen entwickelte Ährchen zu Gebote, so dafs ich die ge-öffnete Blüthe nicht darstellen konnte. Diesem Mangel hat Decaisnein den Annalcs des Sciences naturelles bei Gelegenheit einer auszugsweisenÜbersetzung meiner Abhandlung abgeholfen ( 3 ), indem er die beigefügteTafel nicht nur mit Darstellungen entwickelter männlicher und weiblicherBlüthenstände nach Zeichnungen von Fitch, mitgetheilt von Hooker, son-dern auch mit eigenen Analysen der männlichen Blüthe (nach llookerschenExemplaren) bereichert hat. Durch die letzteren lernen wir die geöffnetemännliche Blüthe kennen, deren Kelch bis über die Hälfte in A Lappengespalten erscheint (Fig. 6). Die 8 Slaubgefäfse bilden (nach Fig. 7) deut-lich 2 Kreise, deren äufserer mit den Kelchblättern allernirend ist.

(') Bailion, etude generale du groupe des Euphorbiacees , Paris 1858, p. 19 et 416,PI. VIII, Fig. 32-36. Der Kelch der weiblichen Bliilhe wird fünft heilig mit quincuncialcrDeckung, oder sechsthcilig mit 2 alternircnden Kreisen beschrieben. Letzteres ist mir nichtvorgekommen, doch kann die Möglichkeit einer solchen Abweichung nicht bestritten werden.Die von Bai Hon unter Figur 34 gegebene Darstellung scheint jedoch einer anderen Erklä-rung zu bedürfen, nämlich nicht als ein Fall von 2 dreigliedrigen Quirlen, sondern als einnormal funfzähiiger Kelch, zu dem ein erstes Glied eines zweiten fiinfzähligen Kreises (einerstes, aber sepaloidisches Blumenblatt) hinzukommt, das seine Stelle rechtinäfsig zwischenSepalum 1 und 3 cinniinmt. Die Stellung des fiinfzähligen Kelches zur Achse giebt Bailionin Figur 33 (und 34) so an, dals das zweite Kelchblatt nach hinten fällt, leb habe esgerade umgekehrt gefunden, nämlich Sep. 2 nach vorn, Sep. 1 und 3 nach hinten (Vcrgl.Taf. II, Fig. 14).

(*) 1857, No. 14, S. 209.

( 3 ) Ann. d. sc. nat. 4 me ser. Tom. VII. (1857) p. 229, Ph ü- Sur la Parthenogenesedans les piantes par Mr. A. Braun. (Analyse developpee).