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lealum{') verwandter Arten, namentlich A. vestitum Sw. und prollferumR. Br., bei welchen die in geringer Zahl sich entwickelnden Knospen an-scheinend in den Achseln der Fiedern stehen, genauer betrachtet aber dieStelle der ersten oberen secundären Fieder einnchmen, so dafs also denknospentragenden Fiedern die erste (obere) Sccundärfiedcr oder Pinnulafehlt. Bei Phegopteris Linkiana und rupestris Mett, ist die Knospe gleich-falls anscheinend axillär, befindet sich aber eigentlich auf der Spitze des indiesem Fall sehr verkürzten und in einem kleinen Ausschnitt endigendenersten äufseren Tertiärnerven der Oberseite der Fieder, also an dem derSpindel zurückgekehrten Rande der ersten oberen (sehr selten auch der er-sten unteren) Lacinia.
c) Knospenbildung auf der Unterfläche des Blattes. Von Pha-nerogamen weifs ich blofs den von Mo hl beschriebenen Fall bei Ornithoga-lum scilloides ( 2 ) anzuführen; von Farnen gehört hierher Cystopleris bul-bifera, deren fleischige, leicht abfallende Bulbille oft in grofser Zahl aufder unteren Blattfläche in den Achseln des primären und der secundärenNerven der Fiedern entspringen. Asplenium ( Diplazium ) cellidifolium(Kunz.) trägt kräftige, erst spät sich ablösendeLaubspofse in den Achselnder Rachis und der Primärnerven der Fiedern und zwar, wie man an demoberen, nicht bis zur Rachis gespaltenen Theile des Blattes erkennt, auf derUnterfläche. Ähnlich verhält sich Woodwardia radicans, deren meist ein-zige Brutknospe deutlich auf der Unterseite der Basis einer Fieder entspringt.Bei Asplenium Belangen Kunz, entspringen zahlreiche Knospen aus denSeiten der Rachis, jedoch bedeckt von den Fiedern, somit deutlich aus derUnterfläche.
(') Bei Asp. aculea/um selbst kommt die Sprofsbildung aus dem lilatt nur als selteneAusnahme vor und zwar bei einer 1*orm , welche von Tb. Moore (ihe ferns of GreatBritain and Ireland, natureprinted, lab. 13) unter dem Namen Poljstichum angulare var.pro/iferurn dargestellt ist.
(*) Bot. Zeit. S. 377. Ich habe das sonderbare Vorkommen von gruppirten Brut-
zwiebeln auf der Ausscnseite der Zwiehelhäute an Exemplaren des hiesigen bot. Gartensganz so gefunden, wie es II. v. Molil beschreibt; der Umstand, dals die bulbilllragendeRegion ungefähr der Mille des betreffenden Blattes entgegengeseszt ist, dagegen mit derMitte des vorausgehenden Blattes zusammenfällt, hat mich jedoch auf den Gedanken geführt,dafs diese Zwiebelehen vielleicht als in der Achsel des vorausgebenden Blattes entspringendund an der Aussenseite des nachfolgenden angewachsen betrachtet werden könnten.