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stachligen Erdbeere von Plimouth (Fragaria muricata L.), einer chloroti-sehen Spielart von Fragaria vesca , deren Bliilhenboden bei geringeren Gra-den der Vergrünung noch in gewöhnlicher Weise fleischig und gefärbt er-scheint, während die Früchtchen bald nur wenig, bald bedeutender vergrö-fsert und zugespitzt, aus der klaffenden Bauchnaht weitere grüne Blattspitz-chen hervorsehen lassen, welche entweder nur Zacken des eingebogenenRandes der Fruchtblätter selbst, oder in anderen Fällen vielleicht auchTheile der umgebildeten Eiknospe sind( l ). Wenn meine Vermuthung rich-tig ist, so fällt hiemit auch das letzte Beispiel, welches als vegetative Sprofs-bildung im Innern des Samens gedeutet worden ist, weg( 2 ). Es ist in der
(') Das Geschichtliche über die sogenannte Fragaria muricata findet man bei Duchesne(hist. nat. des Fabiers 1766, p. 82), so wie bei Poiteau und Turpin (traite des arbresfruiticrs de Duhamel, nouv. edit., III, 1835, p. 115), woselbst auch eine Abbildung gege-ben ist. Die alte von Plimoutb stammende Pflanze, deren Geschichte bis zum Jahr 1623zurückreicht, war zu Duell esne’s Zeiten bereits ausgestorben, so dafs er sie nur nach ge-trockneten Exemplaren beschreiben konnte, aber im Jahre 1830 wurde eine mit ihr im We-sentlichen übereinstimmende Form der Pariser Garlenbaugesellscbaft präsentirt, welche beieiner Aussaat der Fragaria vesca semperflnrens zufällig erhalten worden war. Diese letzterewurde von Turpin abgebildet und beschrieben; sie ist es, die noch in den Gärten, nament-lich dem V i I mor i n’schen Garten zu Verrieres, cultivirt wird. Nach Turpin’s Darstel-lung soll sich innerhalb des geöffneten, zuweilen in 2 Spitzen ausgebenden Fruchtblattes einzweites, mit diesem altcrnirendes Blatt finden, das er als Integument des Samens deutet,und zwischen beiden ein längliches Körperchen, das er als Terminalknospe bezeichnet, wel-che im normalen Zustande den Embryon hätte darstellen sollen. Das Ergebnifs meiner Un-tersuchung getrockneter Exemplare, die ich der Güte von Herrn Gay und Frau Vilmorinverdanke, stimmt, abgesehen von dem theoretischen Tlieil der Erklärung, auch im Thatsäch-lichen damit nicht ganz überein. Das mit dem Fruchtblatt scheinbar alternircnde Blättchenentspringt nämlich deutlich aus dem Rande des Fruchtblattes selbst, eine seitliche Zackedesselben darstellend, zu welcher gewöhnlich noch eine zweite höher oben stehende hinzu-köinnit, welche Turpin als zweite Spitze des Fruchtblattes bezeichnet hat. Das Frucht-blatt ist also dreizackig. Die beiden Seitenzacken können jedoch nicht durch Umbildungder Ovula erklärt werden, da das wirkliche Ovulum, und zwar nur wenig verändert, in derBucht der gröfseren Seitenzacke noch vorhanden ist. Doch ist es nicht unwahrscheinlich,dafs an Exemplaren mit tiefer eingreifender Chlorose auch das Ovulum noch weitere Auf-lösungen und Umgestaltungen erfährt.
( 2 ) Ich habe es unterlassen von einigen Gattungen aus der Familie der Aroideen, de-ren Keimling scheinbar eine verkehrte Lage hat, indem die grofsc vielblättrige Plumula gegenden Samenmund gerichtet ist, zu sprechen, da bereits Griffith diese scheinbare Anomaliedurch Verfolgung der Entwicklungsgeschichte erklärt hat. Vergl. Griffith in den Trans-actions of the Linu. Soc. XX (1846) p. 263 Über Ambrosia cilians Roxb. ( Cryplocor/nt