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entwickelt, welcher wieder eine Fruchtblattkrone (Blüthe) folgt und so fortin regelmäfsigem Wechsel.
Die verschiedenen Züge der männlichen und weiblichen Blüthe derGymnospermen, welche ich hier in Erinnerung gebracht habe, vereinigensich wohl alle dahin, dafs die Blülhen dieser Gewächse überhaupt wenigerscharf von der vegetativen Sphäre abgesondert sind, als die Blüthen derübrigen Phanerogamen; dafs sie die wesentlichen Blüthentheile, pollen-bildende und eibildende Blätter, zwar besitzen, aber in einer von der ge-wöhnlichen Bildung der Staub- und Fruchtblätter abweichenden, der vege-tativen Blattbildung (namentlich der Ilochblattbildung) noch ähnlicherenWeise. Es spricht sich hierin eine Unvollkommenheit der Blüthenbildungaus, welche kaum gröfser sein kann, wenn der Character der Blüthe nichtganz verwischt werden soll. Steigen wir jedoch noch weiter herab zu denGefäfscryptogamen 1 Auch hier lassen sich noch, zumal wenn man die ver-mittelnden Gymnospermen im Auge behält, unzweifelhafte Analogien mitder Blüthenbildung der Phanerogamen auffinden, für welche eine schon imJahre 1837 erschienene Abhandlung Mohl’s( 1 ) den richtigen Weg vorge-zeichnet hat, und welche Radlkofer in der Absicht, die Existenz der Blü-then bei den Cryptogamen auch von der morphologischen Seite zu begrün-den, S. 54 in eine tabellarische Übersicht gebracht hat. Da ich mit dieserZusammenstellung im allgemeinen einverstanden bin, so handelt es sichhauptsächlich um die Frage, wieweit bei Verfolgung dieser Analogien derBegriff der Blüthe ausgedehnt werden kann.
Die Sporangien der Gefäfscryptogamen lassen sich morpho-logisch den Pollensäcken ( thecae ) der Phanerogamen vergleichen, ja siestimmen in einzelnen Fällen auf überraschende Weise mit denselben überein;wenn sie eine freiere Entwicklung erhalten, mag aufserdem wohl auch einVergleich mit nackten Eikernen erlaubt sein, denn auch das Ovulum kann,wie der Pollensack, als eine Emergenz aus der Blattlläche betrachtet werden,nur als eine mehr concentrirte und zum selbstständigen Vegetationspunkt sicherhebende (vgl. oben S. 188). Die Blätter, an welchen die Sporangienbil-dung auftritt, wären demnach zunächst Staubblättern, entfernter, namentlich
(’) Morphologische Betrachtungen über das Sporangium der mit Gefäfsen versehenenCryptogamen. Vermischte Schriften S. 94.