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Polyembryonie und Keimung von Caelebogyne : ein Nachtrag zu der Abhandlung über Parthenogenesis bei Pflanzen / von A. Braun
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blätter und Fruchtblätter, betrachten kann, etwa in der Weise, wie Kelch-

und Blumenkrone oft durch ein die Eigenschaften beider teilendes Perigonersetzt werden.

Sucht man sich durch eine solche Einführung der Sporenblätter überdie Schwierigkeit hinweg zu setzen, welche für die Anerkennung wahrer Blü-then bei den Gefäfscryptogamen in dem Umstande liegt, dafs denselben ge-rade diejenigen zwei Formationen, die nach der Linneschen Deihiilion diewesentlichen der Blüthe sind (Staubblätter und Fruchtblätter), nicht alssolche zukoinmen, so zeigt sich noch eine andere Schwierigkeit, wenn mandie Frage ins Auge fafst, oh diese Sporenblüthen denn auch wirklich alsbesonderer, den Entwicklungsgang beschliefsender Abschnitt des Pflanzenle-bens auflreten, ob sie m sich geschlossen und von dem vegetativen Pllanzen-slocke abgegrenzt sind. Wenn schon die Gymnospermen in dieser Bezie-hung Abweichungen zeigten, die sich mit einer strengeren Fassung desBegriffs der Blüthe schwer vereinigen liefsen, so tritt dieser Umstand hier ineinem Maafse auf, der die Festhaltung der Blüthe, als eines besonderen undfür sich bestehenden Ganzen in der Mehrzahl der Fälle ganz unmöglichmacht. Die zur Zaplenform vereinigten Sporophylle der Equiseten, dieKätzchen oder Ähren der Selaginellen ( 1 ) und eines Theiles der Eycopodienlassen sich wohl den zapfen- und kätzchenförmigen Blüthen der Cycadeenund Coniferen an die Seite stellen; das periodische Auftreten der contrahir-ten lructificirenden Blätter von Struthiopteris, im Wechsel mit den Rosettensteriler Laubblätter, läfst sich recht gut mit dem Verhalten der weiblichenBlüthe bei Cycas vergleichen, aber wie ist ein solcher Vergleich möglich inden hallen, in welchen keine besonderen Sporophylle vorhanden sind,sondern die unveränderten vegetativen Blätter (Laubblätter) zugleich dieSporangien - tragenden sind {Filiccs plurimae, Lycopodia spicis carcntia,Isoetes), wobei nicht selten, wenn einmal das erforderliche Alter erreichtist, alle während einer langjährigen Lebensdauer successiv zur Entwicklungkommenden Blättei zugleich vegetative und lructilicirende sind ( Eilices ar-id) Wobei freilich im Vergleich mit der Phanerogamcnbliithe eine eigenthümliche Um-kehrung stattfindet, indem die den Iruchlblättern entsprechenden, die Macrosporangien tra-genden blätter gewöhnlich den unteren 1 heil der Ähre einnehmen, die den Staubblätternentsprechenden, die Microsporangien tragenden den oberen Theil. Ähnlich ist die Aufein-anderfolge beider bei Isoetes .