IM REICHE DER ELEFANTEN.
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Die riesigen Vierfüssler stossen da und dort aneinander. Das Sitzen auf dem Rücken derGiganten erfordert ebenso viel Muth und Kaltblütigkeit als Gewandtheit. Sobald die Waldelefantensehen, dass sie sozusagen in einen Hinterhalt gerathen sind verfallen sie ungeachtet der geringenAnzahl ihrer Gegner in immer grössere Angst worauf sie sich mit furchtbarer Wucht _auf
den Ausgan» stürzen Treiber, die mühsam auf die denselben bildenden Pfosten geklettert sind,
versuchen, mit Piken die Thiere wegzuscheuchen, und versperren ihnen den Weg indem sie
Balken als eine Art von Schlagbaum niederfallen lassen. Ein Therl der abgequälten hunge-
rten Gefangenen erzwingt den Durchbruch ins Freie. Einigen von ihnen kann ,edoch eure
ö ^ f c o-pworfen werden. Das Seil schleift theilweise hinter dem
Schlinge um den Hmterfuss geworten weiuc
„ . f. , 1 cj u Rt aber mit dem andern Ende an dem Leibe eines zahmen
Flüchtling auf der Erde nach, ist aöer um .
. ? . 1 r U r u t- TW vom Strick erfasste Wuthench eilt, von allen Seiten um-
Riesenthieres dauerhaft befestigt. Der vom om
. , TT , . ^ • Cpinp Reweeungen werden aber mit jedem Schritt erschwerter,
ringt, mit der Heerde ins Freie. Seme Dewegiu ö J _
ö . F ht un d Entsetzen gerathenen wilden Nachbarn m die Enge
obendrein wird er durch die in rurcni uu ° „ c , ,
., • T ra b nach, absichtlich zwingen sie die Rettung Suchenden,
gedrängt; die Verfolger setzen ihnen im • 11 -nr-i 1 u 1 r
ö b , wWp snecie zum Fang eingeschlagenen Pfahle herumzulauten,
um d e auf einer anstossenden Wiese specien ö ö &
r . on irp-endeiner Stelle so fest, dass er hultlos weder vorwärtsSchliesslich bindet sich der Elefant an lrgenuemc . . . .
, , , TT _ - n j „eine Versuche, die Fesseln zu zerreissen; zornig beginnt
noch rückwärts kann. Umsonst sind seine ’ , T k ,- , , n -
. , _ . , lin d hebt drohend den Rüssel hoch empor. Vergeblich! Die
er mit dem Schwänze zu wedeln una n , , , .. „
, .... 1;j„ c aeflochtenes Halsband an. Die im Geschah der Zähmung
Jäger legen ihm vorsichtig ein solides genuGu . .. r u .,
J & 6 Tr . , & ■ c rühmen den Gefangenen in ihre Gewalt. Vier von ihnen
erfahrenen Kameraden des Thieres nehmen t> _ ~ „ n
1 „ Cphen um ihn in seinen Stand im Stalle zu schleppen,
fassen ihn von vorn und von beiden Se^ ^ ^ Das durch solchen Veffilth
Einer scue t en 1 erspens igen unc j trachtet sich loszureissen, zappelt und fällt
im Innersten seiner eee empöre pfung nicht mehr aufstehen will noch kann und den
um. Es kommt vor, dass es vor hrscnopiuug
Tod dem Verluste seiner Freiheit vorzieht. Deshalb macht man s.ch sofort daran, den Unter-,
legenen aus Bambusrohren reichlich mit Wasser zu egiessen.
Den Gefangenen lässt man in der ersten Ze.t vor Hunger tmd Durst schmachten, damit0 .. , • t es dann zu beobachten, wie die Kiesenthiere ihren Leidens-
er zur Vernun t romme. . u are trösten suchen. Die indochinesischen Elefanten gelten
geführten mit zärticien ie ro 0 nc Jio-er als die indischen. Es geschieht nicht selten, dassim allgemeinen für halsstarriger und unbanai &
sie sich auf den Menschen stürzen.
Die erlauchten Reisenden begeben sich nach Bang-pa-in zurück, um das Diner ein-zunehmen. Abends ist der ganze Park piluminirt Kioske mi, kühlenden Getränken sind in,
Dunkel der Tropennacht untervom König zu Ehren seines
dem wonnig duftenden Laubwerk eröffnet. Ein glänzendes Fest istauserwählten Gastes arrangirt und endigt mit einer phantastischen
Prnre^nn bestehend aus einer kleinen Armee von Leuten, die zum Theil in altholländischem
, ’ . , rvsrhmack costümirt sind, zum Theil aus darstellenden Personen bestehen,
und antik-]apanischem Gescnmaus. >
die in dem in Siam volkstümlichen Ramayana aultreten. In diesem Festzug lenkt die Auf-merksamkeit ehr weissgesichtiger Hanuman auf sich, der Beherrscher der Affen, der in Indien stets nur mit rothem Gesicht abgebildet wird.
Indem ich in das Tagebuch eine Menge unauslöschbarer Eindrücke eintrage, notire ichj • iL ct manche in Europa wenig bekannte Thatsachen über die historische Rolle
Siams »e^enüber den indochinesischen Reichen. Nur auf dieser Grundlage kann man diemodemern Ereignisse besser würdigen, Ereignisse, deren Folgenschwere noch nicht nach ihrem