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Noch schwieriger als mit der Berechnung der Ausgaben ver-hält cs sich mit jener der Einnahmen, indem da der wesentlichsteFaktor, nämlich die Zahl der Beisenden mit Sicherheit nicht fest-gestellt werden kann. Für den vorliegenden Fall mag es einigesInteresse bieten, die Resultate des Omnibusdienstes von 1869 und1870 aufzuführen. Die Zahlen stützen sich auf die Angaben derUnternehmer bei Anlass der Liquidation und sind dieselben eher zuniedrig als zu hoch angegeben. Die täglichen Einnahmen varirtenin den Monaten August bis und mit Dezember 1869 von Fr. 66bis Fr. 114, 1870 von Fr. 48 bis Fr. 84. Es wurden mit den 8Wagen per Tag nur 22—24 Doppeltouren mit zusammen 147Wagenkilometern ausgeführt, wogegen wir für einen Tramway mehrals die doppelte Leistung in Aussicht*nahmen. Die Einnahmen per100 Wagenkilometer waren 1869 Fr. 67, 1870 Fr. 54. Total Per-sonen per Tag 1869 400, 1870 327. Zahl der Passagiere pro ein-fache Fahrt 1869 im Mittel 8. Die Fahrtaxen waren damals 25Centimes und im Abonnement 20 Centimes.
Unter der Voraussetzung, dass die Vermehrung der Fahrtendie Frequenz pro Wagen nicht geändert hätte, würden die durch-schnittlichen frühem Einnahmen genügt haben um Maschinenbetrieb,Fahrdienst und Verwaltung zu decken, während dagegen die Ver-zinsung der Anlagen und der Bahmintcrhalt grösstentheils ungedecktgeblieben wäre.
Sollen bei der in Aussicht genommenen Durchschnittstaxe von20 Cts. die Betriebsauslagen gedeckt werden, so bedarf es pro Tagbei Pferdebetrieb 1750 Reisende, bei Maschinenbetrieb 1400 Rei-sende, für die ganzen Auslagen 2150 resp. 1800 Reisende; jederWagen müsste pro einfache Fahrt zur Deckung der Betriebskosten17—18 resp. 14 Passagiere, zur Deckung der ganzen Kosten 20 -22 resp. 18 Passagiere zu führen haben.
In Hamburg beträgt die Frequenz pro einfache Fahrt 25, proWagenkilometer 3,9 Passagiere. Nehmen wir nach Analogie derletztem Zahl 14 Passagiere pro einfache Fahrt, also 1400 pro Tagoder rund 500,000 pro Jahr, eine Zahl, welche sicherlich hoch ge-griffen erscheint, so sind dadurch beim Maschinenbetrieb die sämmt-lichen Betriebskosten gedeckt, während beim Pferdebetrieb zumgleichen Zwecke eine um 25 °/o grössere Frequenz nothwendig wäre.
Viel günstiger würden sich die Einnahmen stellen, wenn wir