Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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Wird diese von der wassermenge, die nach der ersten Methode erhalten wurde*abgezogen, (sie war - - - - 76269 cubik - schuh),

so erhält man 744ÖU — —

Sie war nach der zweiten Methode 74883. — —

Es ist also die Differenz nur - 423. cubik-Schuh.

Wenn die Geschwindigkeit unmittelbar in dem Queerschnitte D G gemessen wor-den wäre, so würde ich es anrathen, die wassermenge nach der hier gezeigten Me-thode zu berechnen, wobey die wassermenge zwischen II a und XI, nach der erstenMethode berechnet wird. Da diefs aber nicht geschehen ist, so mufs ein Queerschnittaufgesucht werden, welcher zwischen denen in D G und E F der mittlere ist, unddann wird die wassermenge nach der zweyten Methode zu berechnen seyn.

Da der untere Queerschnitt in EF = lSSOOEK und der obere in D G~ 21017^ist, so wird der mittlere Queerschnitt seyn 1Q738 Quadrat-rufs. Hiermit die mittlereGeschwindigkeit aus allen 12 versuchen (3,505 Fufs) multiplicirt, so erhält man diewassermenge zu 70407 cubik-schuh . Mithin wäre die mittlere Geschwindigkeit in

D G =i = 3,35 Eufs in der secunde.

§. 45. Jetzt will ich die äufserst schätzbaren und wichtigem Messungen, welcheurunnigs mit seinem Instrumente in dem Rhein , der Yssel und der waal 17Q2 und17Q4 angestellt hat, mittheilen*). Da es ohne zweifei, jedem unserer Leser angenehm seynwird, die Einleitung dazu, von Brünings selbst zu lesen j so trage ich dieselbe aus dessen imholländischen geschriebenen Memoire, im Auszuge vor. xab. xin. u. xiv. zeigt das Local.

„Nicht blofs aus der Natur der Sache, sondern auch aus den gegenseitigen Acten,über die vorgegangenen Berathschlagungen zur Verbesserung der Flüsse (§. 6.) ist esbekannt, dafs eine bestimmte nenntnifs von dem vermögen der rlufsäste (in wel-chem Verhältnisse nähmlich die Nieder-waal, der Nieder-Rhein und die Yssel in demvon dem Rheine abgeführten Wasser, sowohl bey einem hohen, mittlern als niedri-gen Stande sich theilen) beständig als ein punct von der gröfsten Wichtigkeit ange-sehen werden mufs, nachdem schon bey der convention vom Jahre 1745 festgesetztwurde, dafs das verhältnifs nach welchem die Nieder-waal §, und der Nieder-Rhein f,des von dem ober-nheine abgeführten Wassers bekommen soll, erhalten werde.

Dem ungeachtet hat man, weder vor noch nach dieser zeit, dieses festgesetzteverhältnifs des Vermögens der stromäste gehörig untersucht, vielweniger es nochmit einiger physischen Gewifsheit bestimmt. Ja, der ganze Grund, worauf das da-mahls festgesetzte und bisher angenommene verhältnifs beruhet, besteht blofs, wiedie nerrn committirten von Geldern in der convention von 1745 selbst gestanden,

*) Der von Brünings erfundene Strommesser (Tab, xvin. rig. i/f und i5.) wird im zweyten Kapitel beschrieben.

Brünings war, wie ohnehin die mehrsten i.eser wissen werden, General - Inspector des wasssrbaues in

Holland, zugleich aber der gelehrteste und geschickteste wasserbaukundige , den Holland je gehabt hat.

Er war in der Gegend von Heidelberg gebohren, also ein Deutscher.