Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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in einer Untersuchung des Ingenieurs Leenen, ohne dafs man jemahls erfahren hat, aufwelchen versuchen und Beweisen sich diese Angabe stützt. Die Herrn committirtenvon Holland haben sich defswegen schon lange hierüber behlagt und immer daraufgedrungen, dafs diese so äufserst wichtige Sache mit der gehörigen uenntnifs und Vor-sicht untersucht werden möge.

Die gröfste Schwierigkeit, wefswegen dieser wünsch nicht in Erfüllung kam, be-stand zuverläfsig darin, dafs man die mittlere Geschwindigkeit, [mit der das Wasserdurch einen Querschnitt eines Flusses strömt, nicht zu finden wufste. Denn weil dieGeschwindigkeit des strömenden Flusswassers nicht allein in den verschiedenen runctender Breite, sondern auch in den verschiedenen puncten der riefe, von der Oberflächebis zum Boden, verschieden ist; so ist es klar, dafs man alle diese verschiedenen Ge-schwindigkeiten in dem Profile eines Flusses untersuchen und kennen m u fs, um darausdie mittlere Geschwindigkeit, als den dritten Bestimmungsgrund zur Schätzung desVermögens eines Flusses, anzugeben, welches man nähmlich durch die Multiplicationder Breite , Tiefe und der mittlern Geschwindigkeit erhält.

Es ist zwar*wahr, dafs, auf Andringen der Provinz Holland bey den andern hier-bey interessirten Provinzen, dieses vermögen der Nieder-waal und des pannerdenschencanales durch die sachverständigen Leenen, Bolstra, veltgen und Kuik untersucht, und ineinem Rapport vom 10 . necember 1 7 6l angegeben ist. Da aber anstatt der mittlernGeschwindigkeit blofs Jdie Geschwindigkeit in der Oberfläche (die sie wahrscheinlichdurch schwimmende Körper suchten) in Anmerkung genommen wurde; so kann dieBestimmung keineswegs als genugthuend angesehen werden. Der Professor Lulofs, des-sen gründliche uenntnifs der Flüsse nicht zuliefs, mit einer so mangelhaften Auflösungdieser wichtigen Aufgabe zufrieden zu seyn, versuchte nachher (1762) die Geschwindig-keiten bis auf eine gewisse Tiefe unter der Oberfläche mit der pitotschen Rohre zu messen.Aber wahrscheinlich hat ihn, eben so wie mich, die Erfahrung gelehrt, dafs diesesWerkzeug, so einfach auch die Theorie und der Gebrauch desselben ist, dennoch man-che Mängel hat. Wenigstens finde ich nirgends, dafs weder durch ihn, noch durchjemand anders fernere versuche gemacht worden sind, die mittlere Geschwindigkeit inden Mündungen der Flüsse zu entdecken, um auf diesem wege das respective ver-hältnifs zu bestimmen. Wenn aber schon damahls diese Untersuchung nothwendigwar, so ist sie es jetzt noch um so viel mehr, da seitdem, durch die hierbey inter-essirten Provinzen, Veränderungen mit dem Laufe und zustande der obern Flüssevorgenommen wurden, welche einen sehr wesentlichen Einflufs in die vertheilung desWassers in erwähnte riufsäste haben müssen.“

„Ich ziele hiermit vorzüglich auf den Bylandschen Durchstrich, wodurch demober-Rheine eine regelmäfsige Richtung nach den Mündungen der Nieder-waal und despannerdenschen canales gegeben ist, und ferner auf die neue Mündung, die dieser Ca-nal , so wie auch die Yssel, erhalten haben.“

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