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„Aus dieser Ursache habe ich, seit einer reihe vonJahren, fast alle meine zeit,die mir, nach meinen Geschäften im Dienste des Landes, noch übrig blieb, darauf ver-wendet, mich mit dem, was über diesen Gegenstand geschrieben, oder durch wirk-liche versuche geleistet ist, bekannt zu machen. Und wie ich endlich glaubte, hier-von vollkommen unterrichtet zu seyn, so schrieb ich (l78Ö) eine Abhandlung, zurBeantwortung einer, von dem Herrn Professor mlofs vorgeschlagenen, und von derHolländischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Haarlem aufgegebenen Preisfrage : überdie Bestimmung der mittlern Geschwindigkeit des strömenden Wassers , der daraufvon der Gesellschaft der preis zuerkannt wurde. Seit der zeit habe ich mit dem vonmir angegeben, und in jener Abhandlung ausführlich beschriebenen Instrumente , dieGeschwindigkeiten in allen Tiefen zu messen, eine grofse Anzahl versuche in den©hem Flüssen vorgenommen; eines Theils, um, durch die Erfahrung geleitet, demWerkzeuge eine grüfsere Vollkommenheit zu geben, die es jetzt, wie ich glaube,erhalten hat; andern xheils auch, um denen bey den Flüssen angestellten LandmessernEngelmann und conrad, durch meine Anweisung, in den Stand zu setzen, solche Mes-sungen mit der erforderlichen Genauigkeit anstellen und berechnen zu können.
Aus dem Berichte der Landmesser, und besonders aus dem schlufse desselben er-gibt sich*)*.
I, Setzt man die von dem ober -Rheine ab geführte wassermenge =100; so istdas vermögen der Nieder-waal = 68,3, und das vermögen des rannerdenschen ca-nales i= 30,7, und zwar bey einem Wasserstande von 3 bis 4 Fufs am Arnheimer pe-gel. Das verhältnifs der bey den stromäste ist demnach nahe genug, wie 1 zu 2f, wel-ches also von dem oben erwähnten festgesetzten Verhältnisse von 1 zu 2 schon etwasabweicht.
Setzt man ferner die berechnete wassermenge des unvertheilten Nieder-Rheines,oberhalb der ysselmündung — 100; so ist das vermögen des vertheilten Nieder-Rheinesunterhalb dieser Mündung = 82,1, und das der neuen Ysselmündung == 17, also istdas verhältnifs dieser beyden stromäste, bey erwähnter wasserhöhe, wie 1 zu 4,83welches daher sehr anmerklich von dem angenommenen Verhältnisse abweicht, wornachdie Yssel £ des wassers des unvertheilten. Nieder-Rheines empfangen sollte.“
„ImJahre 178Q habe ich, bey einer wasserhöhe von 11 Fufs am Arnheimer Pe-gel, das vermögen der beyden zuletzt erwähnten riufsäste, nach derselben Methodeuntersuchen lassen, und gefunden: dafs, wenn man wieder die berechnete wasser-menge des vertheilten Nieder-Rheines, oberhalb der Yssel-Müng =* 100 setzt, das ver-mögen desselben unterhalb dieser Mündung —t 73,1, und das der yssel = 24,1 ist;und folglich ist das verhältnifs dieser Flufsäste, hey einem mittlern wasserstandc, wie 1zu 3,04. Man sieht hieraus zugleich , um eine zuverläfsige und vollständige nennt-
*) Der Deutlichkeit wegen verweise ich auf Tab, 13. und 14.