Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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Jemehr sich nun der ström, dem von X nach III. (Tab. 4. 5. und 17.) steigen-den rette nähert, desto geringer wird die Neigung und Geschwindigkeit. §. 50, Von Xbis Y würde wohl die Neigung nicht stärker, als von A bis X seyn, wenn nichtbereits die grofse Neigung und Geschwindigkeit unterhalb L, das fet zwischen denHonneffer Inseln, auch die Neigung oberhalb vergröfserte.

Von Y bis L (Tab. 4. und 5.) ist die Geschwindigkeit merklich gröfser, als zwi-schen X und Y, ungeachtet die Neigung geringer ist. Ein Resultat., welches von demgrüfsern Abhange des Bettes zwischen den Inseln, der auch oberhalb eine gröfsere Ge-schwindigkeit hervorbringt, entsteht. Diese Geschwindigkeit wird aber durch denAufstau, den die Inseln und ihre vorbänke R und T erzeugen, dennoch geschwächt.Ein bey allen stromtheilungen eintretender Fall. §.71.

In dem mittlern stromarme ist der Abhang, die Geschwindigkeit und die Neigunggröfser, als oberhalb und unterhalb, indem die rlufsbahn sich gegen RÖndorf zu er-weitert. §.51.

Dafs die Neigung von d bis e weit geringer als von e bis f ist, obgleich die,Geschwindigkeit hier nur wenig die Geschwindigkeit in dem erstem Raum übertrifft,entsteht von der irregulairen Form des Bettes, und von der Flufsenge zwischen Dollen-dorf und ßlittersdorf, wodurch eine Retardation im obern Flufsbezirke erfolgt. §.51.Eine gleich enge Bahn unter ober-Kassel bringt eine ähnliche Wirkung hervor.

Unterhalb Bonn ist die Geschwindigkeit im stromstrich gegen Graven - Rheindorf(rab. 6.) in der, von der vor den Mündungen des siegflusses liegenden Kiesbank undden zwo Inseln, eingeengten Bahn*) wieder bedeutend §. 3Ö; die Oberfläche wird aberunter h von der Flufsenge selbst defswegen nicht aufgestauet, weil das Bett gegen dierfaffenmütze, trapezförmig gestaltet ist. Eine Figur, die den Abflufs begünstigt.Dieser wird auch noch überdem von der weiten Bahn zwischen Graven-Rheindorf undReith sehr befördert. Aus diesen Datis und aus dem beträchtlichen Abhange desnettes von g bis h (rab. 17.) ist demnach die Rapidität des Stromes erklärbar; sieist ungewöhnlich grofs, nähmlich zwischen h und R, das ist zwischen Bonn undRheindorf Ö,QO Fufs in der secunde.

Die übrigen Abweichungen, welche in den s. 74 u. 75 mitgetheilten Messungen stattfinden, sind nicht so beträchtlich, um eine besondere Erörterung zu verdienen, undes wird sie derjenige, der dieses Raisonnement gelesen hat, ohne Mühe erklären können.

§. 55. Zu den Ursachen, welche den Lauf des Stromes verzögern, müssen diewiderströme §. 20 gezählt werden. Sie ziehen nähmlich die Stromfäden von derRichtung der Flufsbahn ab, werfen sie also seitwärts, und verringern so die Geschwin-digkeit. Sie entstehen vorzüglich am concaven ufer; am convexen können sie nichthervorgebracht werden, weil die Strommasse nach der tiefesten stelle des Bettes, das

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*) Diese Bahn ist bey dem wasserstande von 4 rufs pegelliöhe wegen der ities-Anlange vor der sieg Mün-dung sehr enge.