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denen, in dem Rhein , der Donau, und an denen in Bergflüssen, als der Isar , sowie dem rech, angelegten perpendiculairen werken beobachten.
§. 57. Ueber ein solches frey in den Strom hineingehendes Bauwerk entsteht beydem dafselbe übersteigenden Wasserstande, so lange ein ueberfall, ein Aufthiirmendes darüber strömenden Wassers, als der ström noch nicht eine nölie erreicht, ver-möge welcher derselbe von unten herauf gegen das Bauwerk selbst tritt. Je höheralso der Strom wird, desto geringer ist die Wirkung des Aufstaues, 1 oder desto-un-merklicher ist das Aufthiirmen des überströmenden Wassers über die Oberfläche einesin den Strom hineingehenden Bauwerkes, bey welchem umstände die vorher erwähntenWiderströme notbwendig aufhören, weil die Ursachen, welche sie hervorbrachten, aufgehörthaben. Daher wird auch der ueberfall bey einem mittleren Wasserstande des Stromesstärker, als bey einem sehr hohen seyn, wenn nähmlich das werk frey in den Stromhineingeht, und zwischen seinem Ende und der Wurzel keine merkliche Neigung desStromes statt hat. Sobald aber die Neigung zwischen diesen r mieten beträchtlichwird , kann erst bey einer gröfsern Höhe die Abnahme der Geschwindigkeit des über-fallenden Wassers eintreten, weil der Aufstau noch besteht. Bey Enclavirungswer-werken wird der Strom schon sehr hoch werden müssen, wenn die Geschwindigkeitdes darüberstürzenden wassers abnehmen soll; indem sie zwischen dem obern Stromund dem untern wasser eine Scheidewand bilden, folglich einen der Neigung des ab-gedammten Flufsarmes entsprechenden Fall oder wassersturz formiren, der nur durchdie zurückstauung des untern Stromes aufgehoben werden kann.
§. 58. Ferner fliefst über jedes wehr das wasser so lange perpendiculär mitdessen Richtung, als der von unten heraufstauende Strom diesen uebersturz nicht vollstän-dig überwältigt hat. Erreicht aber der ström eine Hohe, wobey die Geschwindigkeit desueberfalls abnehmen mufs, so wird sich auch diese Richtung ändern, ja zuweilen inwiderströme und Wirbel sich drehen. Hieraus geht demnach hervor, dafs die gröfsteWirkung eines frey in den Strom hineingehenden Bauwerkes ein Maximum, das istdie weiteste Ablenkung des Stromes von dem zu beschützenden ufer, entstehen müsse,wenn der Strom mit dessen Oberfläche gleich steht, und dafs daher der Ingenieur nurauf die Geschwindigkeit, welche bey dieser nöhe entsteht, Rücksicht nehmen müsse.Doch! ich werde auf diesen wichtigen Gegenstand noch öfter zurückkommen.
$. 5Q. widerströme und Wirbel entstehen auch, wenn der Strom aus einemnatürlich engen Profile in ein weiteres tritt, weil die Stromfäden sich in dem letztemseitwärts ausdehnen, an die ufer anstofsen, und dann Drehungen formiren. Einender gröfsten Wirbel oder Strudel findet man dieser Ursache wegen in der Donau ober-halb Linz , der Donaustrudel genannt. Dafs die Erweiterung der Bahn 'Widerströmeerzeugt, beweist auch die nonnefer Enclavirung des Rheins (Tab. 4.), wo bey A Hder widerstrom € punctirt ist. Sollen dergleichen Wirbel entfernt werden, so mufs
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