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$. 73. Da der ström, nachdem er aus einer engen sahn in eine weitere tritt, anGeschwindigkeit verliert, so entstehen unterhalb dein sag der Serpentine gewöhnlichInseln. Dies beweisen am Nieder - Rheine folgende insein, wovon eine noch vorhanden,die andern aber bereits mit dem festen Lande zusammenhängend sind, als Tab. 5. dasGravenwehrt Tab. 6 ., das Langeier wehrt, das zundorfer wehrt Tab. 7>), der Katzen-kopf bey Mühlheim, das Fillander wehr, Tab, 18.» das Monheim er - wehr, das unter-bacher -, das Himmelgeister - wehrt Tab. 1 9 ., das Lausewehr, die carl Theodors Insel,das Kaiserswehr, die »odberger Insel, und ehemals die insei, worauf weckrthof liegt,iab. 10; der Alfumer waard, die Insel bey Stop, Tab. 9 .; die enclavirte Insel b. c, hefMerum; die Insel t, gleich oberhalb wesel; das Hollands waard; im oberrhein dieInsel unter Erfelden, Tab. 3., und mehrere Inseln am Rhein, der Donau , der Elbe, dervy T eser und an dem Inn .
Wo aber oberhalb der Insel eine Serpentine angetroffen wird, da liegt auch wei-ter gegen den Strom eine Insel. So lagen z, b. zwey Inseln zu gleicher zeit beyGolzheim, und bey zurik unter Düsseldorf in dem Rhein (rab. 9 O i so bilden sich jetztzu gleicher zeit zwey Inseln oberhalb ürdingen zwischen Gollerwischenham und amRheinberger Grund (Tab. Q.), liegt eine Insel, unter welcher am linken ufer eine neueanfieng empor zu gehen, welche jetzt bepflanzt, und wo die Stromrinne mit der per-peiidiculär-Krippe 1 gegen R-uschoren über zugeschlossen ist. oberhalb der stuming-kofer Insel lag eine zweyte b. e. bey Mehrum. So lag unterhalb der wesel der RÖmer-waard und der carteuser waard.
$. 74. Solche Inseln, die den ström dergestalt zertheilen, dafs er die Fahrtiefe fürdie Schiffahrt verliert, oder die, der weiten Profile wegen, in dazwischen liegendenFlufsärmen für den Ablauf der HOchgeWässer schädliche Erhöhungen des Bettes bewirken,müssen vermittelst Bauwerken mit dem festen Lande verbunden werden. Der von mirbey dem norfe Honneff (Tab. 4.) ausgeführte, im 2ten Abschnitt beschriebene Bau giebthierüber ein praktisches Beyspiel!
§. 75. Ein anderes Mittel, um die oben bczeichneten Wirkungen der Inseln un-schädlich für den Abflufs des Stromes und der Schiffahrt zu machen, besteht in derAnlegung von Schöpfwerken (§. 2Ö.); vermittelst derselben kann dem einen oder andernFlufsarme eine gröfsere wassermasse zugeführt werden, je nachdem man ihre Richtunganordnet : siehe Tab. 30. , das von Gorkum vor mir in Vorschlag gebrachteSchöpfwerk,
§. 7Ö. Zu den Ursachen, welehe die Geschwindigkeit des Stromes verringern, müs-sen, auch die Eisgänge, und vorzüglich die Eisdämme gezählt werden. Sie entstehendaselbst, wo der ström nicht vermögen genug hat, die einzeln schwimmenden Eis-schollen fortzuwälzen, die sich dann unter - und übereinander schieben, bis dasEis eine feste Masse, einen Eisdamm bildet, und den Strom gleichsam sperrt. Einzustand, welcher so lange dauert, bis das wasser zu einer Hohe angewachsen ist, die