Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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sie thürmen sich 10 bis 15 schuh , .und höher, in Eismassen auf, und beschützenbeydes, das ufer, die Bauwerke und Deiche, gegen den Eisstrom.

Auf die Festigkeit der steinart kömmt es indessen auch sehr an, wie bald, oderlangsam die Abschleiffung bewirkt wird. Bey dem Basalte gebraucht es, wie gesagt,eine sehr lange zeit, bis er von seiner Form verliert. So hat der unkclstein, welcherbey unkel (xab. 3. und 17.) in dem Rheine liegt, der allen gewaltigen Eisstössen unddem hohen Strome seit Jahrtausenden ausgesetzt ist, (er besteht aus vielen sechs-eckigen Basalt-säulen) seine eckigen Steine noch, ja dessen Kanten'sind beynahenoch eben so scharf, als die Kanten der Basalte im nahen unkelsteinbruche (*).

§. 77. Da die Eisgänge und Hochgewässer vorzüglich zur Reinigung der rlnfs-betten beytragen, so hat also der Schöpfer die damit in andern Hinsichten gepaartenuebel hierdurch aufgehoben. Das gröfste Unglück müfste aber daraus entstehen, wenndie Natur sich nach den Meinungen einiger Physiker richtete ; wenn z. b. die Kieselnach Frisi’s, visiani’s und rerelli’s Meinung, in ihrer Gröfse immer liegen blieben.Würden alsdann die Betten nicht längstens dergestalt angefüllt seyn, dafs die Flüsse,und die niedrigen Flufsgegenden Seen oder sümpfe bildeten? Aber nicht allein durchEisgänge und durch Hochgewässer hat die Natur für die Reinigung der Flufsbetten ge-sorgt, sondern auch durch die uebereinstimmung des Abhanges mit dem Material, wel-ches in den Betten zerrieben und fortgerollt wird. Da, wo die Flüsse einen starkenAbhang haben, wo also ihre Geschwindigkeit beträchtlich ist, nehmen sie grobes Ma-terial auf, so wie der Abhang geringer wird, führen die Nebenflüsse keinen grobenGrand in den nauptflufs: denn sie entspringen und durchlaufen Gegenden, wo keinegrobe Kiesel angetroffen werden, haben selbst nur einen geringen Abhang, also auchnicht Geschwindigkeit genug, und beträchtliche steine, wenn sie auch welche fänden,fortzuwälzen. Der Boden der Flufsbetten besteht daher in den Gegenden, wo er starkabhängig ist, aus groben Kieseln, und da, wo er es nicht ist, aus Thon und Erde,oder aus sand. Von dieser Charakteristik bin ich so vollkommen überzeugt, dafs ichvon dem Material, welches ein Strom führt, auf die Geschwindigkeit und den Fallbeyläufig schliefsen würde. So ist z. b. die mittlere Geschwindigkeit des Rheines imGrofsherzogthum Hessen bey weitem nicht so beträchtlich, als im Bergischen, wo erauch gröberes Material führt. Von ..Strafsburg bis Mannheim wird der Kies immerfeiner, und unterhalb worms bildet sich bis zur Maynmündung ein Depot von grobemSand, der immer feiner wird, je näher man dem Mayn kömmt. Dieser Flufs bringtdann erst wieder Grand. So führt in Baiern die Isar gröberes Material, als der Lech,dieser gröberes als der Inn , und dieser gröberes als die Donau. Auch ist die Isar •schneller als der Lech, dieser strömt mit gröfserer Geschwindigkeit als der Inn , und

(*) Die Härte des Basaltes rührt von dam vielen eisen, das er enthält, her. Bergmann fand es 0,35 der

Masse,