1®:6
nach der Fluth (im Mittel) im Febr. 1798, .40 Minuten, und nach der Ebbe 50 Min.; andem nay von Goederede betrug er nach der Fluth 7§ Min., nach der Ebbe 39 | m .,bey nclvoet nach der Fluth 40 y 5 -g-, nach der .Ebbe .88 §4 Mim Aus diesen letztemBeobachtungen, die ich näher anführe, sollte man schliefsen, dafs die nauer des Still-standes nach dem Eintritt des hohen wassers gewöhnlich kürzer, als nach dem Eintrittdes niedrigen wassers oder der Ebbe sey. Ob auf offenem Meer diese beyden Still-stände, bey einer windstille, (im Mittel) die Zeit der verspätuug ausmachen, ist un-gewifs. Die längste Verspätung tritt indessen, nach la place, mit der niedrigsten,und die kürzeste mit der höchsten fluth zusammen.
Ist der Mond zur zeit des Vollmondes in seinem Perigäum (Erdnähe) so ist dieFluth, vermöge der aL tractionskrait des Mondes, höher, als wenn er in seinem Apo-gäum (Erdferne) ist. So war z, b. am 2ten Febr. 1798 die Morgensfluth bey cuxhaven13,50, und am löten 12,05 Hamburger rufs. Im rexel am ersten Tage 4 / 9 // , am10. Febr.. Ti'h* 1 rheinländisch. Die stunde, in welcher zur zeit des Neu - und Vollmon-des in irgend einem Seehafen oder bey einem gewissen Ort der küste die höchsterluth ist, nennt man die Hafen - oder austenzeit (Etablissement du port ou de la cöte).Nach der Dauer der^ Fluth und der Verspätung kann mau also berechnen, wenn dashohe wasser wieder in den folgenden tagen (wenn kein sturm statt findet) eintretenmufs.„ Die nachfolgende ragesfluth tritt nämlich immer um 50 / 2'6 U später; so dafssich, nach 29 ragen, als dem synodischen umlauf des Mondes, die rlutli in den näm-lichen stunden des Tages wieder ereignet. Diese Verspätung wird indessen, wie wirbereits angemerkt haben, nicht immer regulär seyn: sie richtet sich nicht nur nachden Phasen des Mondes, sondern auch nach dem Seewinde; denn dieser kann die Ebbe-zeit zurücksetzen, ja, eine ausserordentliche hohe Fluth hervorbringen, welches denn,auch fast immer, bey hohen rluthen , der Fall seyn wird. Nachdem die seestürme ,aufhören, regulfrt sich indessen das steigen und Fallen des Meeres wieder.
§. 78. Die Fluth .steigt schneller als die Ebbe fällt, wie diefs der Kürze wegendurch drey aus Beobachtungen gezogenen Figuren auf rab. 49. m rig. 1, 2 und 7 aus-gedrückt ist. Hierüber giebt .auch folgende Tabelle den unleugbarsten »eweifs.