Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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wünschen, dafs sich eine Gesellschaft Naturforscher vereinigen möge, um Beobachtungenan mehrern orten zugleich, wo möglich an im Meere isolirt liegenden Puncten anstellen zulassen. Alsdann werden nur die bey geringem winde angezeichneten zu gebrauchen seyn.Die Insel Helgoland wäre z. b. ein solcher punct; auch der Leuchthurm zu Edystone;ferner die Inseln uist unter den schottländischen Inseln; das Inselchen itilda von We-stern - Islands; suderoe und Eueloe von den reroeschen Inseln, die Insel Quessant;Verte; st. Yago; Helene; Trinidade u. m. Inseln, würden solche Beobachtungspuncteabgeben können. Beobachtungen (*) an diesen orten angestellt, würden uns eingrofses Licht über die oscillation des Meeres geben, das wir nie aus solchen Wahr-nehmungen — die in Häfen, Meerbusen und in den Mündungen der Flüsse, wo nochweit mehrere Abwechslungen, als an isolirten Inseln statt finden, wo das steigen undFallen des wassers wesentlich verschieden von dem steigen und Fallen des Meeres seynwird, angestellt sind, erhalten werden. Wie beträchtlich kann nicht die gröfsere oder ge-ringere wassermenge eines Flusses auf den stand des wassers in der Flufsmündung selbstseyn, und mufs das wasser an dem Gestade des festen Landes, des Widerstands wegen, dendieses verursacht, nicht höher, als an kleinen Inseln steigen? So steigt z. b. in den Mündun-gen der Flüsse die Fluth gewöhnlich höher, als am Meeres-Gestade, wegen dem widerstände,den ihr der Flufsstrom entgegen setzt; die Ebbe fällt aber hier. niedriger als dort.Diefs beweisen die von dem Landmesser Bolstra im Jahr 1738 und 1739 angestelltenWahrnehmungen, welche auf Tab. 49 . Fig. 3 . dargestellt sind.

Ich sehe mich nunmehr, des Raumes wegen, genöthiget, die Materie, überdie Fluth im Allgemeinen, zu beschliessen, die ich auch nur dann mit einiger Voll-ständigkeit vortragen könnte, wenn ich einen Auszug aus der vortrefflichen Ab-handlung des la place geliefert hätfg, und worauf ich verweise. Ein solcher Aus-zug würde aber wohl für die mehresten der Leser dieses Werkes überflüssig seyn,da sie mit der Abhandlung selbst bekannt seyn werden. Ich komme also zum ei-gentlichen Gegenstände, welcher den wasserbaukundigen so wesentlich interessirt.Es enthält derselbe die Kenntnifs

(*) Wegen solchen Beobachtungen will ich des la place eigene Worte hersetzen. Er sagt in §. 65, der ange*führten Abhandlung: „!1 suliiroit d’observer chaque annee, les instans et les liauteurs des plaines etdes basses - mers dans les deux sysigies et dans les deux quadratures conse'cutives, qui comprennentchaque equinoxe et chaque solstice, en conside'rant le jour meme de la phase' et fes trois jours qui Jasuivent L’observation des liauteurs n’a aucune difiiculte; mais les instans de la plaine et de la basse-mer, sont difficiles a saisir, On pourra les obtenir avec precision , en prenant un milieu entre lesdeux instans oii la mer est a la meine hauteur, environ un quart d’heure avant et apres la pleineou la hasse mer. Une longue suite d’observations de ce genre, comparees aux positions correspon-dantes du soleil et de la lune, rectifiera les elemens auxquels je suis parvenu dans cet ouvrage, lixeraceux qui sont encore incertains, et dcyeloppera des phenomcnes jusqu’ici enveloppes dans les erreursdes observauons.“