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Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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$. 112. Die zur hydrotechnischen Kürte nothwendige Verzeichnung des Haupt-stromfadens, stromsiriches, oder der Stromrinne (franz. la force du courant; holl.Geul oder de draad of stroomlyn van denivier') §. Q. kann auf der hydrotechnischen Kartealsdann geschehen, wenn die Tiefenmessungen nach den Diagonal - und andern Richtun-tungen bewerkstelligt sind. Es ist nämlich aus der Erfahrung bekannt §. 49.,dafs die rlufsmasse fast immer in der Stromrinne am schnellsten fliefst. Mithinmüssen auch die Eisgänge nach dieser Richtung die gröfste Gewalt ausüben. Aussorgfältigen Untersuchungen über die Natur der strömenden Gewässer ist es'ferner be-kannt, dafs in einigen stellen der Bahn, die gröfste Geschwindigkeit des Stromes je-doch nicht bey allen hohen wasserständen da statt findet, wo die Stromrinne liegt.Diefs entsteht aus dem abwechselnden Abhange des Bodens. So war z. b. die Geschwin-digkeit in dem mittlern rlufsarme bey Honnell (xab. 4.) defswegen beträchtlicher, alsim Honrieffer Flufsarme, weil der Abhang der Flufsrinne in dem erstem gröfser war,als der im letztem.

So wird z. b. bey einem wasserstande von 5 Fufs am Erfelder Pegel, der Strommehr nach dem rechten Arme am ideshübel (rab. 3.) hingezogen, als bey einemWasserstande von 12 Fufs pegelhöhe. Bey dem hohen sommerwasser 17Q7 erhieltder nauptstromfaden zwischen dem kleinen KÜhkopfe und dem Kieshübel, in Hinsichtseiner geraden Richtung, ein gröfseres vermögen, als er beym niedrigen Strome, inVergleich mit jenem rechten Arme, erhalten hätte. Es fand ferner bey einem was-serstande von 8 Fufs pegelhöhe, die gröfste Geschwindigkeit, also auch der strom-strich in der Linie III. y (Tab. 3. Fig. 1 .) statt; bey einer wasserhöhe von 5 Schuhaber in der Richtung IV. z. Die Ursache war, weil, bey dem ersten, (hohem) was-serstande, die zwischen dem kleinen KÜhkopfe und dem carlswertli fliefsenden Arme,viel stärker auf das untere Strom - Volumen, als bey dem niedrigen wasserstande,wirken konnten §. 64. Urp diefs besser einzusehen, verweisen wir auf die, in derangeführten Flufskarte von der Erfelder Serpentine, xab. 3., bemerkten riefen. Wirsehen also, dafs bey solchen Local - umständen noch in dieser Hinsicht mancherleyBeobachtungen einem jeden gründlichen Raisonnement vorarigehen müssen. Wie dieseanzustellen sind, wird da am besten gezeigt werden können, wo die Geschwindig-keitsmessungen abgehandelt werden.

Aus dem bisher Angeführten ergiebt sich demnach, dafs die verschiedenen stromstri-che nach den tiefsten Stellen, wie solche auf allen Kupfertafeln diesem Werkes durch punc-tirte oder gezogene Linien angedeutet sind, bestimmt, die Abweichungen, bey den ver-schiedenen wasserständen, aber erst durch andere Wahrnehmungen ausgemittelt wer-den können.

Sobald die stromstriche auf die Karte nach der vorhergegangenen Tiefenmessunggezogen sind, so werden diesen Linien nach, auch noch die Tiefen gemessen, umaufs genaueste das steigen und Fallen der Flufsrinne zu kennen. Daraus läfst sich