■hängigen Bette angestellten Messungen eine Ahnahme der Geschwindigkeit nach demnodeh, wo andere in einem sehr abhängigen Bette das Gegentheil darthun? Wo alsodas Bett sehr stark fällt, da dürfte auch die mittlere Geschwindigkeit die Geschwindig-keit in der Oberfläche übertreiben. Wo aber das Bett nicht merklich steigt noch fällt,da möchte wohl die erstere von der letztem wenig ah weichen. Also schon aus denTiefenmessungen und dem Falle des Bettes wird der wasserbaukundige von der Ge-schwindigkeit im stromstrich bis sechs zoll unter der Oberfläche (bey einer windstille)auf die mittlere Geschwindigkeit schliefscn können. Ja! diese Bestimmung wird ihnder Wahrheit näher bringen als die Theorien, welche wir bis jetzt über diesen wich-,tigen Gegenstand kennen.
$. 127- Alle die späteren Theorien, über die Geschwindigkeit des fiiefsendenWassers sind auGh eben so wenig als die früheren bey den wirklichen Messungen be-währt gefunden, und wie kann dies auch wohl anders seyn, da die Geschwindigkeitdes Stromes nicht nur von dem Abhange des Bettes, sondern auch von der Gestalt derufer, von denjenigen stoffen woraus diese und das Bett bestehen; von der Adhäsions - undcolüisions- Kraft des wussers $♦ 28. von dem Druck der oberen stromsectionen oderrrofile auf die untern, folglich vom schnellen wachsen und Fallen des Stromes, vonder Form der Flufsrinne und ihrer Richtung §. 4Q. 'und 50.»; von ihrer und der Flufs-bahn Erweiterung $. 51. oder deren Verengung §. 52., von der partiellen Erhöhungdes Bettes $. 53 und 53., von den widerströmen, die wir längs den ufern und Bau-werken antreffen $, 55., von den Flufskrümmen §. Ö4. —■ und andern Ursachen abhängt?Es ist daher ein Beharrungstand des Bettes (regime du lit) und des Flusses, wobeyweder eine zu - noch Abnahme des Bettes erfolgt, und den suat in seinen principeshydrauliques annimmt, nicht anzutreffen.
$. 128- Geht man aber erst von den Flüssen der zweyten Art, deren Bett einen.Abhang hat, (das sind unsere gewöhnlichen Flüsse) zu denjenigen über, die auf einhorizontales sett fiiefsen, das sind die Flüsse der ersten Art, oder gar zu den Flüssender dritten Art, das sind solche, deren Fluth-Strom über ein steigendes Bett fliefst§. 92 bis Q8-) über, so zeigt es sich, dafs alle diese Theorien, indem sie ein fal-lendes Bett als zur Bewegung der Gewässer voraussetzen, vernichtet, also nurein spiel des calculs sind. Ja ! es wird ans diesem vorgetragenen evident, dafs manvon einem solchen Phänomen, als die Bewegung des wassers in Flufsbelten ist, nichtein bestimmtes Gesetz aufstellen könne ! Wozu nützen aber wohl Theorien, welchevon jeder alltäglichen Erfahrung widersprochen werden? Prony sagt daher in seinennecherches physico-Mathematiques sur la Theorie des eaux courantes, worin er aucheine Theorie aufstellt.:
„ Nous sommes malheureusement bien eloignes de tirer de »ccs reglos une utilitepractique proportionnec a l’excellence des theories, d’ou elles decoulent: les obstac-les, qui s’y opposent, tiennent d’une part a l’analyse mathematique et de l’autre, a