%icht zu verlieren, und den Raum, welchen sie in der beobachteten zeit zurücklegte,nach denen auf der rlufskarte längs den ufern stehenden festen runcten , als Bäume,Häuser, neichechen, Bauwerke u. d. gl., in schuhen, bestimmen zu können. In regu-lären rlufsbahnen, oder in den nicht zu stark gekrümmten Flufsbezirken ist diese Vor-sicht nicht nothwendig , denn der Beobachter kann eine solche Kugel nicht aus demGesicht verlieren, da er sich ihr, der Beobachtungen wegen , so nahe, als möglichhalten mufs. Uebrigens kann der frey schwimmende Faden auf die Geschwindigkeitder Kugel keinen Einflufs haben, indem derselbe nicht angezogen wird. Man kanndaher in solchen Fällen — wo die Flufsk'arte fehlt, oder wenn in derselben, längs demcf er keine sichere runcte, nach denen sich während der Beobachtung gerichtet wer-den könnte, gezeichnet sind,, oder wo die Geschwindigkeitmessungen allen geometri-schen Operationen vorangehen müssen, in eine, auf einem Haspel aufgewickelte sei-dene Schnur, die man in wachs tränken und je in zehn schuhe eintheilen kann, zurMessung des Raumes anwenden. Die Schnur wird nun so nachgelassen , dafs die Ku-gel frey schwimmt ; ja ich habe auf diese weise mehrere Geschwindigkeitmessungenauf den östereichischen und baierischen Flüssen gemacht. Besonders ist diese Metho«de in den seemündungen und längs dem Meer - ufer, bey Ebbe - und Fluthströmen,brauchbar, weil es da an festen runcten und Allignements fehlt.
Wenn man nun die beobachtete zeit in dem von der Kugel zurüchgelegtenRaum dividirt, so zeigt sich die Geschwindigkeit des Wassers unmittelbar.
Die Messung mit der Kugel ist die einfachste und sicherste Methode, um dieGeschwindigkeit desjenigen Stromfadens, worin sie schwimmt, zu erfahren. Beson-ders ist sie zur Bestimmung der Geschwindigkeit und der Richtung des Hauptstrom-striches anzuempfehlen; und daher für die Untersuchung des Vermögens eines Durch-stichs und dessen Zunahme, wichtig, um die Austiefung desselben im voraus bestim-men zu können s. S. 100.
Aeufserst schätzbar wird diese Methode für die practik auch noch aus dem Grunde,weil uns die befsten Geschwindigkeitmessungen, die wir kennen, den Beweifs geben,dafs in solchen rlufsbezirken, deren ufer beynahe parallel und fast geradelinigt sind,die Geschwindigkeit im stromstriche bis zu einer Tiefe von vier bis sechs zollunter der Oberfläche fast genau die mittlere Geschwindigkeit des Stromes ist, s. 173.Man darf also nur, um die mittlere Geschwindigkeit eines solchen rlufsbezirkes zuerfahren, die hydrometrische Kugel dergestalt mit wasser füllen, dafs ihre untereFläche 4 bis 6 zoll unter der Oberfläche des Stromes steht, ihre Oberfläche aber so-viel aus dem wasser hervorragt, damit sie nur dem Beobachter sichtbar sey, wozuein Durchmesser von 7 zoll hinreichend ist. Man läfst dann diese Kugel im Haupt-stromfqden schwimmen, die zeit und den Raum, den sie zurücklegt, messen, undhat so die mittlere Geschwindigkeit des Stromes selbst gefunden. Nach meinen Beo-bachtungen ist diese Methode eben so genau, als die kostbarsten Messungen mit den