Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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besten bisher bekannten Instrumenten! Man hat zwar der Methode die Geschwindig-keit des Stromes in seiner Oberfläche mit der Kugel zu messen, den vorwurf machenwollen, dafs der wind auf die Kugel wirke und dieselbe, wenn sie in einem Neben-stromfaden, dessen Geschwindigkeit gemessen werden soll, eingeworfen würde, von demHaupt - Stromfaden angezogen wird! Diese Einwürfe lassen sich leicht lieben, wenn manfolgendes erwägt: l) Werden dergleichen Messungen (mit welchen Instrumenten es auchsey) niemals bey starkem winde angestellt. 2) Kann die Kugel so tief eingetaucht werden,dafs darauf die imft keinen andern Einflufs hat, als den sie nicht auch auf das wasscr ans-übt, folglich für alle übrigen Instrumente hervorbringen wird. 3) Stellt man die Ge-schwindigkeitmessungen in mehreren stromfaden und rerpendiculären, um daraus diewassermenge selbst berechnen zu können, nur in solchen riufsbezirken an, die fast gerade-linigte und parallele ufer haben, weil darin die Geschwindigkeiten nicht so merklich', alsin Serpentinen oder irregulären Flufsstrecken abwechseln und dieselben von widerströmenfrey sind, mithin das Resultat genauer ist. Darin ist auch die Flufsrinne und derHauptstromstrich nicht weit von der Mitte entfernt, und des letztem Geschwindigkeitnicht viel gröfser, als die der nächsten Stromfäden. Er kann daher auf diesen keinbedeutendes Anziehungs - vermögen ausüben, so, dafs man die Geschwindigkeit derletztem abgesondert, mit den schwimmenden Körpern, also mit der Kugel, zwischensolchen regulären Bahnen, auf nicht zu weite Distancen, messen kann. 4) Auch habeneben die Schriftsteller, welche diese Einwürfe machten, ihre mit andern oder mit ih-k ren eigenen Instrumenten angestellten Geschwindigkeitsmessungen mit schwimmendenKörpern geprüft: wie diefs denn auch Brünings gethan hat. Warum sollte also der was-serbaukundige nicht gleich die oben beschriebene hydrometrische Kugel gebrauchen?Dieselbe ist auch nicht allein zu den Geschwindigkeitsmessungen , sondern zur Be-stimmung des Haupt - Stromstriches sicher und bequem. Ist sie nämlich darin , beystillem Wetter, eingesenkt: so schwimmt sie auch seiner Richtung nach. Nimmt dersie beobachtende und ihr in einem Kahn nachfahrende Ingenieur seine Flufskarte mit,so kann die sahn, in welcher die Kugel schwimmt, folglich auch der stromstrich, indiese Karte, nach denen längs den ufern stehenden und auf die Karte gezeichnetenfesten puncten, so wie nach den Inseln Und andern festen Gegenständen, gezogen Wer-den. So kann mafi also den Haupt - stromfaden selbst da bestimmt erfahren, wo derStrom sieb in mehrere stromäste oder strfinarme thcilt, und ihn sowohl bey denhöheren, als niedrigen wasserständen; wo er zuweilen andere Richtungen nimmt,Seite 150., auffinden.

Aber nicht blos in der Nähe der Oberfläche des Stromes kann mit der hydrome-trischen Kugel die Geschwindigkeit gemessen werden, sondern auch in jeder beliebi-gen Tiefe, selbst bis auf sechs zoll vom Flufsbette. Diefs zu bewerkstelligen, befe-stige nian l) an der die oeffnung der Kugel vcrscbliefsenden schraube einen dünnenDrath, dessen Länge der Tiefe, in welcher die Geschwindigkeit gemessen werden soll,