gleich ist. 2) An dem andern Ende dieses nraths Linde man eine Korkscheibe, dieauf der Oberfläche des wassers schwimmt, folglich das sinken der eingetauchtenKugel verhindern mufs. 3) Jetzt wird diese Kugel nur mit soviel wasser gefüllt, dafssie eben untertaucht, folglich nur ein geringes schwerer, als das specifische Gewichtdes wassers seyn darf. Hierbey mufs bemerkt werden :
a) Dafs die Korkscheibe nur sehr klein seyn kann, folglich auf die Geschwin-digkeit keinen anmerkenswerthen Einflufs hat. b) Dafs, indem die Kugel mit demschweren iheile, d. i., mit demjenigen, worin die schraube steckt, sich nach untendreht, der Drath um den Durchmesser der Kugel länger, als die bestimmte riefe, wo-rin die Geschwindigkeit observirt Werden soll, seyn mufs, und dafs der aufwärts ge-hende Drath bey dem oehr der schraube umzubiegen ist. c) Dafs in den mehrstenFällen statt des nraths auch eine schnür gebraucht werden kann (*). Auf diese Arthabe ich mehrere Messungen angestellt, von denen einige s. 39« mrd 40- angeführtsind.
Indessen kann nicht geläugnet werden, dafs, wenn nach dieser ersten Methodemit der Kugel die Geschwindigkeit in vielen Stromfäden auf der Oberfläche und zuverschiedenen riefen gemessen werden sollte, um die mittlere Geschwindigkeit von derOberfläche bis nicht weit vom rlufsbett zu erfahren, viel zeit und Geld erfodertwird, und dafs der Ingenieur dergleichen Operationen in der möglichst kürzesten zeitzu bewerkstelligen suchen mufs, um die günstige Witterung zu benutzen.
§. 130. Es wird daher diejenige Methode, welche ich jetzt mittheile, bey solchenMessungen, wo die mittlere Geschwindigkeit gesucht wird, den Vorzug verdienen. Esgeschieht nämlich die hydrometrische Messung mit schwimmenden Stäben oder Trei-ber. Man läfst einen solchen Stab, den man den hydrometrischen stab nennen kann,aus Nadelholz rund oder vierkantig machen; ihn mit rother oelfarbe anstreichen, da-mit er das wasser nicht einsauge und von ferne sichtbar sey. Da dieses hoIz spe-cifisch leichter, als wasser ist, so fällt ein hölzerner Stab um, und schwimmt aufder oberflache des wassers. Also nicht allein um dieses zu verhindern, sondern umden Stab genau in einer verticalen Stellung zu erhalten, mufs er unten mit einemhohlen, aus Eisenblech verfertigten, unten platten Schuh versehen seyn, in welchemdann so viele steine oder Eisen, Bley u. d. gl. eingelegt wird, dafs der stab bis zuderjenigen liefe, zu welcher man ihn einsenken und die Geschwindigkeit messenwill, senkrecht hinabgeht und mit seinem obern Ende noch bis zu einen schuh über demWasser hervorragt. Da derselbe aber, wenn dessen schuh auf dem weichen Bodendes Flusses aufstöfst, sich darin einsaugt, folglich indem er mit seinem untern Theil
(*) Mariotte bediente «ich zur Messung der Geschwindigkeiten in verschiedenen riefen zweyer mittelstr eines Fadens verbundenen wachskiigelchen (du monvement des eaux , tome 2 .,) Tn klaren und seich-
ten Flüssen ist eine ähnliche Methode aus zweyen hohlen itugtiu nicht zu verweilen, die mittelst ei-nes radens zu verbinden sind.