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Derjenige, welcher aus einem Kahne die stabe in den Strom liefs, fuhr nun indas Allignement a d und j , wo er also in den Funct j kam. Hier wurden die Stäbeund der Schwimmer in den Strom gelassen. Diesen Moment bemerkte der Beobach-ter, welcher in e stand. Er hatte sich auf dem grofsen Karlswerth einen Baum inder Richtung f F' ausersehen, und sobald dieser oder jener stab in diese Linie kam,bemerkte er die zeit nach einer guten Secunde- uhr, die arretirt werden konnte.Ein anderer Kahn wurde gebraucht, nachdem die Stäbe die Linie E f passirt hatten,sie wieder aufzufangen. Welches durchaus nöthig war, denn den Kahn, von demdie Stäbe abgelassen wurden, und welcher vor Anker lag, konnte man dazu nicht ge-brauchen. Diefs alles sollte am lten rage am 19 . July geschehen, es lief aber in soferne nicht günstig ab, weil zwey Stäbe verloren giengen, da man ihnen nicht schnellgenug nachfahren konnte, und sie also durchs Aufstofsen auf dem Boden sich in eineschiefe Lage und endlich unter der Oberfläche legten, folglich gänzlich verschwanden.Wäre daran eine Schnur befestigt' worden , wie ichs angeordnet hatte und vorne be-schrieben habe, so würde diefs nicht geschehen*seyn. Nach solchen Vorkehrungenwurden die Messungen bey verschiedenen wasserhöhen und beym Fallen des Stromesangestellt und wiederholt. Die Resultate derselben sind aber bereits s. 37 bis 41.mitgetheilt.
$. 131. Folgende Vorschriften scheinen mir zu einem noch sichern Resultate zu füh-ren, wenn man die wassermenge mit Hülfe solcher Geschwindigkeitmessungen berechnenwill. In der Mitte des Beobachtungs - Raumes, der nur fünfhundert Fufs lang seyndarf, wird ein Queerprofil so gemessen, wie es (seite 14 . u. s. w.) gelehrt worden ist Als-dann wird alle 4. 5. 6. oder 10 Ruthen , je nachdem man genau verfahren will (dieDistanzen können auch ungleich seyn) die Geschwindigkeit mit schwimmenden Stä-ben, die bis 1 schuh über den Boden schwimmen, in dem Beobachtungsraume (s.v. s. gemessen. An den beyden ufern müssen die rerpendiculären sehr nahe und weitnäher, als im ströme seyn, weil die Geschwindigkeiten wegen der Hindernisse, diedas ufer und die Adhäsion des Wassers an dieselben hervorbringen, sehr abwechseln.
Da es nun in einem Flufse, wie der Rhein der 960 schuh breit ist, wohl hinreicht,wenn man die Geschwindigkeit in 12 rerpendiculären mifst, und diese Messung vonzwey Beobachtern (in den Raum von 500 Fufs) in einem Tage bequem angestellt wer-den kann ; die Kosten gegen den zweck nicht nennenswerth sind und diese Methodemit Stäben ein genaues Resultat giebt, so wird sie hoffentlich in der Zukunft recht oftin Anwendung gebracht werden !
Der Gebrauch eines schwimmenden Stabes zur Erforschung der Geschwindigkeit'des fliefsenden W assers ist indessen keineswegs neu. Ein Italiäner, nahmens cabeo, hatihn hereits im Anfänge des 17. Jahrhunderts dazu vorgeschlagen, und Barattieri in seinerArchitettura d’aeque, parte II. lib. l. cap. 6. 'empfiehlt ihn dazu, so wie auch Brünings.Siehe die erste Auflage $. 69 . und & 6 .