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Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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fänglich die gröfstmöglichste Geschwindigkeit des Stromes zur Folge haben; daher dasnett vertiefen und die Oberfläche des Stromes senken. So mufs z. b. der Brenta-rlufs im venetianischen Tab. h geleitet werden.

$. 148. Der Lehrsatz ($. 35.) von dem Verhältnisse der Profile und den Ge-schwindigkeiten, dem gemäfs sich bey dem im hydraulischen Beharrungsstande flie-fsenden Strome, die Profile wie die Geschwindigkeiten verhalten , gibt noch folgendeRegeln: a) Will man in einem rlufsbezirke a die Tiefe vermehren, so mufs die Ge-schwindigkeit vergröfsert werden, welches entweder durch die Erweiterung der Bahndes untern Flufsbezirkes b , oder 2) durch die Schmälerung des Flufsbezirkes a gesche-hen kann ($.30.) c) Die vergröfserung der Geschwindigkeit in einem obern Flufs-bezirke kann man auch dadurch hervorbringen, dafs die unterhalb demselbenfortgehende Stromrinne erweitert wird.

§. 149. Nach dem Lehrsätze von dem Verhältnisse der Profile (§. 35.) mufsman auch die Nebenarme eines Flusses durch Bauwerke , die man zukribbungen nennt,alsdann abschliefsen, wenn das Bett in dem Hauptflufsarme auf eine schädliche weisefür die Schifffahrt und für den Abgang der Hochgowässer und Eismassen sich erhöhthat, folglich die uochgewässer über die natürlichen und künstlichen ufer austreten.In diesem Falle mufs man also die Inseln mit dem festen Lande zu vereinigen (54.)suchen, und die Verlandung des verlassenen Flufsarmes bewirken. Wie dies aber aufdie befste weise und mit dem geringsten Kostenaufwande geschehen könne, darüberwerde ich die Mittel im nächsten Abschnitte vortragen, und belehrende Beyspiele■anführen.

$. 150. Ein anderes Mittel zur Vertiefung eines nauptflufsarmes besteht nacheben diesem Lehrsätze darin, dafs man seine wassermenge etwas vermehrt, welches durchdie Anlage eines an dem vorkopfe der Insel anzulegenden Schöpfwerkes bewirkt wird,indem man dadurch die wassermenge des einen Flufsarmes vergröfsert, also derenaett vertieft.

$. 151. Da bey solchen Flüssen, die viel Eis führen, in allen spitzen Serpen-tinen, Eisdämme entstehen, (§. 64.) worin sich die Eisschollen auf- und unter ein-ander schieben, welche den Strom und das Eis zu einer dem uferlande schädlichenHohe anschwellen; solche Eisdämme auch daselbst entstehen, wo das Flufsbett einesehr hohe Lage hat, weil des Stromes Geschwindigkeit nicht mächtig genug ist, dieEismassen im Gange zu erhalten, und anderntheils das Eis auf diese seichten festfriert: so mufs der Ingenieur jene Serpentinen durchgraben , und diese seichten durchEinschränkung und Regulirung der Flufsbahn fortzutreiben, folglich auch die Geschwindig-keit der Eismassen zu befördern suchen, wodurch zugleich das Flufsbett gereinigtwird ($. 76.). Zur Erreichung dieses letztem Zweckes trägt nichts kräftiger bey, alsdiq eine bedeutende Geschwindigkeit habenden Eisgänge (§. 77. und 7Q.). Die zuBeschleunigung der Eisschollen ab zweckenden in die Flufsbahn hineingehenden sau-