Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
Seite
254
JPEG-Download
 

254

gelegt. Wie sich alsdann die ersten Ausschüsse a a abwärts bis auf das rluM>et& sen-ken, wenn darüber die spreitlogen i i nach und nach gelegt und beschwert wordensind, zeigt Fig. 10. Tab. b. In diesen spreitlagen werden die Faschinen dergestaltgelegt, dafs die spitzen gegen das wasser zu liegen kommen, und die Sturz - Endender Mitte des Baukörpers zu. Die Beschwerung der Spreitlage einer uribbe mufs jedochder Werkmeister dergestalt bewerkstelligen lassen, dafs derjenige Tlreil des Baukörpers,welcher Strom abwärts liegt, früher als der gegen den Strom gekehrte Theil beschwertwird, damit jener diesem gleichsam zur Stützwand diene. Die Breite eines solchenWerkes oder das vorrücken der äussern Aussehufslagen richtet sich also nach der bey-derseitigen Böschung, nach dem angenommenen verhältnifs der Böschung zur Tiefe §.1Ö4. und nach der obern Breite oder Krone des Baukörpers d. e. Fig. 11., so dafs diebeydeu runcte d und F die Fufspuncte der uribbe ausmachen. Sowohl dieses Queer-profil, als Fig. 10., welche einen Längendurchschnitt von einer im Bau begriffenenKi'ibbe darstellt, zeigen die verschiedenen Aussehufslagen, welche zwischen a und 1 lie-gen , und die spreitlagen s s. Jn Fig. 3. Tab. 20. ist die Art der Bewippung von dem-jenigen Theil des Baukörpers, welcher die Böschung bildet, da, wo der Strom heftigist, so wie die Bezäunung der Krone h h. , sichtbar. Ist man mit den Ausschüssen,die, wenn der ström sehr heftig ist, mit ihren spitzen auf ein vor Anker liegendesBoot gelegt werden können, so weit auf der Oberfläche des wassers vorgerückt, dafssie die Fufspuncte der Böschung bilden, so werden Einziehlagen gemacht, in denenman die Bände aufhauen und die Reiser gehörig ausbreiten läfst, folglich spreitlagenformirt. Man sieht ferner aus dem Längenprofil Fig. 10. Tab. b , so wie aus Fig. 7.,8. und 9., dafs die Ausschüsse, welche während dem Bau auf der Oberflächedes wassers lagen, auf den Grund sinken, und dafs der vordere Theil des Bauköi'-pers noch flott ist, wenn der rückwärts seyende bereits fest auf dem Flufsbett aufliegt.Sieht der Werkmeister, dafs der aufgeführte Baukörper nicht mehr sinkt, so wird die,die Oberfläche des Baues formirende Spreitlage dergestalt gelegt, dafs die Faschinenmit ihren Sturzenden zusammenstossen, damit die einzelnen Reiser dem Strome undEise nur mit ihren spitzen entgegenstehen, folglich aus dem Bau des Körpers nichtherausgerissen werden können.

Ist der Bau einer uribbe vollendet, dann werden die Böschungen nnd die Ober-fläche mit Material dergestalt beschwert, dafs kein Reis sichtbar ist. Nachher,-wenndas werk sich gesetzt hat, wird die oberste Lage oder Krone mit einer spreitlagedarauf gemacht, mit wippen oder Verzäunungen befestigt, und mit Material dergestaltbedeckt, dafs die Verzäunung und wippen noch etwas hlofs sind, damit sie nodentreiben können.

Um axr Faschinen, wippen, pfählen und Arbeitslohn zu sparen, haben einige In-genieurs zwey Rribbwerke nebeneinander auf 12 14 Schuh Abstand aufgeführt, undden Zwischenraum mit Erde und nies gefüllt. War die Ausfüllung über das niedrig-