Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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heftig ist, mache man anf der Oberfläche eine verzäunnng, fülle die Zwischenräumeder zäune mit grofsen Steinen und formire gleichsam ein pflaster, in dessen Zwischen-räume kleinere Steine eingekeilt werden.

18g. Alles, was ich noch über die Böschung und Stärke, sowohl der separa-tionswerke, als der Kribben sagen könnte, ist bereits im vorigen Kapitel vorgetra-gen worden. *

1Q0. Am schwierigsten ist die Ausführung der zukribbungs - oder Enclavi-rungswerke, weil dadurch der Strom dergestalt aufgestauet wird, dafs er entwedereinen Flufsarm, oder die gesammte, Flufsbahn verlassen, und einen andern weg neh-men mufs. Die erste Kegel dabey ist: dafs man da, wo die zukribbung stromab-*wärts an das ufer angeschlossen werden soll, ein solches separationswerk anlegt, wel-ches dem Angriffe des durch die zuschlufs - oeffnung der zukribbung fliessenden Stromes.,dergestalt widerstand leisten kann, dafs selbst der rheil des riufsbettes, auf welchem dasseperationswerk liegt, sich nicht mehr vertiefen könne. Wenn man also, nach Artdes Kribbcnbaues, mit dem Bau, welcher einen stromarm abdämmen soll, soweit ge-kommen ist, dafs der Strom von demjenigen ufer, auf welchem es endigen mufs, ei-nen Abbruch verursachen könnte; dann mufs dieses ufer mit einem separationswerke,welches mit grofsen senkfaschinen zu beschweren ist, gedeckt werden. Darauf wirdder Ingenieur soviel senkfaschinen befestigen lassen, dafs dieselben bis zur Tiefe desBettes hinabreichen, wenn der Faschinenkörper, worauf sie liegen, sich unter Was-ser senkt.

Die zweyte Regel ist, dafs die spreitlagen des untern Theiles, d. i. des nach demzuzudämmenden Flufsarme gekehrten Theiles des Faschinenbaues, stets früher be-schwert werden müssen, als die des gegen den Strom gekehrten Theiles, damit demStrome gewisser Maassen eine Stützwand entgegengesetzt werde. Ist man mit demvon oben herabgeführten Bau soweit gekommen, dafs das Flufsbett stark ausläuft, als-dann mufs gegen den Strom zu, vor der ßirectionslinie hinaus, gebauet werden, wiediefs die Linie n. k. Fig. 6. Tab. 4. zeigt, damit der Strom von dem zuschlufse ent-fernt werde, und sich der von oben herabgelührte raukörper an das separationswerkoder den Kopf m b, vom Strome, angedrückt werde. Diese Vorschriften gelten fürsolche zukribbungen, wie die des Honneffer Rheinarmes, Tab. 4., wo man dieselbenweit Strom aufwärts anfängt und wo die Enclavirung unter einer schiefen Richtungmit, dem stromstrich aufgeführt wird.

Da es aber in den meisten Fällen zweekmäfsiger ist, die Enclavirung unter einemrechten Winkel mit der Flufsbahn des zuzubauenden Flufsarmes anzulegen, wie diefsFig. b. Tab. 20. zeigt, so fange man in diesen Fällen zuerst die zukribbung bey ih-rer Wurzel an, führe dann das Schöpfwerk d k gegen' den Strom, soweit als es dieim $. 176 . aufgestellten Rücksichten erheischen, belege die innere Böschung und be-sonders den Kopf dieses Schöpfwerkes mit senkfaschinen, damit der von der Enela-

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