Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
Seite
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Das Hauptwerk wurde jetzt von h bis i, ohne Hindernisse, fortgesetzt, so dafses bereits eine Länge von 1140 Schuh erreicht hatte, ehe eine Vertiefung bey dempuncte e des Bettes merkbar wurde. Jetzt nahm aber die Geschwindigkeit des Stro-mes dergestalt zu, so dafs, je nachdem der Bau gegen das Grafenwehrt oder b vor-rückte , die Tiefe sich vermehrte.

Bis zu dem punct h rig. 3. hatte ich die obere Breite der Enclavirung 18 schuh und die Böschungen lf schuh , auf jeden schuh Hohe, machen lassen. Von hier konn-te ich aber diese stärke nicht bey behalten, weil eines iheils die Faschinen nichtbeyzubringen w r aren, andern Theils der Bau noch Ij Jahr länger gedauert haben wür-de, wenn ich ihm diese stärke gegeben hätte, und weil endlich, wenn er vor demWinter nicht zum schlufs kam, von den Eismassen beschädigt werden konnte. Ichbeschlofs daher der obern Breite dieses Baues nur 10 schuh zu geben, und nachVollendung des zuschlufses ein oben 8 schuh breites werk anbauen zu lassen, Diesemit einer so geringen stärke des Baukörpers glücklich ausgeführte Unternehmung gibteinen unumstöfslichen Beweis von der vortrefflichkeit des Faschinenbyues; denn dieEnclavirung hatte Jahr dem Angriffe der Eismassen mit der geringen Kronenbreitewiderstanden, ehe die Verstärkung ausgeführt werden konnte.

Anfangs Septembers 17(JO fieng bey dem zuschlufse der beschwerlichste Bau an.Da die oeffnung n m Fig. 3. und 4. nur noch 120 Fufs weit war, so nahm die Ge-schwindigkeit, womit der ström durch diese oeffnung schofs, dergestalt zu, dafs sie11 schuh in der secunde betrug. Der Stromzug durch diese oeffnung war so ge-waltig und erstreckte sich so weit in den mittlern Arm hinein, dafs die schiffe, wel-che vor dem werke 21Ö Fufs vorbeyfuhren, in den rechten Arm hineingezogen wur-den. Ja! die Zusammenziehung des Wasserstrahls und die Rapidität des durch dieoeffnung brausenden wassers war so stark, dafs noch bey e n (auf der stromkarteTab. 4.) Ö24 Fufs von der oeffnung, ein beträchtlicher uferabbruch entstand, und dasdurch sie strömende wasser beobachtete die Richtung von b nach n, welche durchdie drey fein gezogenen Linien angedeutet ist. Das durch die oeffnung strömendeWasser - Volumen betrug, nach einer ungefähren Berechnung, mehr als dasjenige,welches der Strom bey gleicher wasserhöhe, in den rechten Arm geführt hatte, alsdie Kiibbe nur erst bis zum runcte g aufgeführt war. In der aliat eine merkwürdi-ge Einschlürfung des Stromes in den Honneffer rlufsarm ! Die Geschwindigkeit desdurch die oeffnung strömenden wassers nahm erst unterhalb n merklich ab: dennda betrug sie noch 6 Fufs in der secunde. Alles Material, das von der Bank t (sieist auf der Karte Tab, 4. mit einer punctirten Linie so begrenzt, wie sie vor dem An-fänge des Baues existirte) abgerissen ward, trieb der Strom durch die oeffnung, un-ter der es dann von einem heftigen Widerstrome, der sich in vielen wirbeln kreise-te, bis o fortgeführt wurde, wo es liegen blieb. Diese Bemerkung ist für die rrae-% tt k 2

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