Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
Seite
306
JPEG-Download
 

30Ö

rections - sau fortgesetzt. 1 Nach meinen Vorschriften sollten die Arbeiten mit Nach-druck betrieben werden, welches aber die Localinspection nicht befolgte. Im Apriltrat ein hoher wasserstand ein. In der Mitte Juni 1807 mufste daher der saueingestellt werden, da der Inn bis auf Q Fufs 2 zoll stieg. Als ich am 30. July dieBauwerke untersuchte, fand ich die Flintsbacher Serpentine bereits über dem niedrig-sten wasserstand mit Material angefüllt. Indessen war die alte rechtseitige Arche beywindshausen, in der Mitte Mays, zwischen b und m, auf 6o schuh durchgebrochen,so dafs der Hauptstrom in den Leitcanal, dessen Breite bereits 100 schuh betrug, ge-schwächt wurde. Man wollte diesen Durchbruch zubauen, aber das Landgericht un-tersagte dem Bauinspector, sonderbar genug, die Verabfolgung der dazu, von privatenangekauften Faschinen. Er wurde daher immer gröfser und erhielt zuletzt eine wei-te von 119 schuh. In der Mitte Augusts hatte der Strom seine gröfste Hohe erreicht.Er fand, indem er sich über die rechtseitige au stürzte, bey e nach der Flintsbacherzugebauten rlufsbahn eine kleine Rinne, die derselbe erweiterte, und in drey Tagenauf eine Breite von 500 schuh, die Erlenau durchbrach, und so in das alte Flufsbettfiel, wiewohl diese Insel hier, zwischen dem neuen und alten Flufsbette, eine Breitevon 60O schuh gehabt hatte. Dieser Durchbruch wurde "bis Ende des Jahres zuge-bauet. Der österreichische Krieg verhinderte nun die Unterhaltung und Fortsetzung desBaues, und erst nach Beendigung desselben konnten die werke I., II. , III. , a b c aufder rechten Seite, und iv., V., vi. auf der linken Seite erbauet worden, die demEndzwecke vollkommen entsprechen. Da dem werke vi. gegenüber ein bedeutenderTheil des Stromes sich auf die rechte Seite wendet, so wird in der Folge auch hiernoch eine zukribbung nothwendig werden; es sey denn, dafs bald Hochgewässer eintre-ten, die die gerade Bahn unterhalb sehr vertiefen. Zum schlufse bemerke ich noch, dafsdie Oberfläche des Stromes in diesem ganzen Flufsbezirke bey gleichen wasserständen, 18zoll niedriger steht, als Anfangs 180Ö, da der Strom noch in die zwey anfänglich erwähn-ten Arme flofs, so dafs also mit Grund vorauszusehen ist, dafs der Strom sein Bettimmer mehr vertiefen, und weniger daraus treten mufs! (§.65. und 14Ö-); ja, dafs manhier künftig mit wenigen Kosten bauen wird, indem das Bauholz von den Inseln und An-hägerungen genommen werden kann. Vor dem Dorfe Flintsbach sind die alten Flufsbah-nen gänzlich von Kies und schlick erhöhet, und gröfstentheils mit Holz bewachsen, die-( ses Dorf aber allen Gefahren entzogen.

§. 212. Zu den für die Wissenschaft wichtigen Flufsbauten kann der von mirausgeführte Bau bey Rattenberg im ryrol, Tab. F., gezählt werden, und ich darf ihndaher hier nicht übergehen. Der Innflufs machte daselbst die concave a b c längs demschroffen Felsen. In sie fiel der Strom, die auf der Karte angezeigten Vvirbel bildend,und schleuderte die Schiffe, gegen das Felsufer, sobald des Inns Hohe 8 Fufs überdessen niedrigsten stand erreicht hatte. Nachdem im achtzehnten Jahrhundert hierviele Schiffe gescheitert waren, so äusserte die österreichische Regierung den wünsch,