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und unermefsliche summen erspart. Wäre man Immer den Römern hierin gefolgt,dann könnte Europa in, ein Paradies verwandelt seyn. Sind die römischen Ve-teranen dieser nützlichen Arbeiten wegen von der Nachwelt weniger geehrt, als wennsie solche unterlassen hätten? Ist es übrigens für einen stand, der das Eigenthumgegen den Feind vertheidigen soll, nicht sehr ehrenvoll, wenn er es durch seine Ar-beiten im Frieden gegen die Angriffe der Natur zu erhalten sucht; wenn er durch sieden Flor des Landes, welches ihn nährt, befördert, oder wenn er durch sie seinesFürsten Einkünfte, der ihn unterhält, Vermehrt, und so dessen Ruhm auch im Frie-den zu erhöhen bemühet ist?
$. 241. Dem römischen Feldherrn corbulo war es Vorbehalten, den Rhein mitder maas durch einen canal, jetzt Leck genannnt, zu verbinden. Man gedenke sichnämlich von Lecksmonde am Leck (rab. 39 und 40) ab , einen kleinen Flufs , da wojetzt die Leck und die neue Maas (nieuwe Maas) strömen, und erwäge, dafs dieFluth, welche durch den canal (la Manche) kam, weit stärker als ehemahls gegen die Bata-vische KÜste und in die Flüsse hineinströmte. Man erinnere sich, ferner, dafs derRhein von der neuen vssel sehr geschwächt worden war; so wird es einleuchtend :wie die Mündung des Rheines bey Kattwyk zu versanden anfing, und wie dieses Stro-mes Gewässer, vorder Fluth zurück gestauet, auf das Bett nicht mehr kraftvoll ge-nug wirken konnten, und daher in die niedrigen Gegenden des naarlemmer Meeres undin den unbedeichten rhcil der Insel treten mufsten. Man erwäge alles dieses , sowird es leicht zu erklären seyn, warum die Römer auf den Gedanken kamen, den Ge-wässern des Rheins vermittelst eines canales einen andern Abflufs zu verschaffen. Cor-bulo unternahm es also, gleich jenem Könige von Lacedämon, der die Gewässer, wo-mit Laconien überdeckt war, in einen künstlichen Flufs leitete, und dem Eurotas sei-nen Lauf gab (c), die hohen Anschwellungen des Rheines unschädlicher abzuleiten.Er liefs 47 Jahre nach unserer Zeitrechnung, von den Soldaten einen canal 21,000Schritt, oder 170 Stadien (d) (4 deutsche Meilen 442 Rheinl. Ruthen) lang graben.
Einige Schriftsteller, unter andern cluverius (e) und d’Anville, haben die vlieund schie, welche von Leyden nach Maaslandssluis geht, und fast gar kein Gefallhat, für den canal des corbulo gehalten. Lalande (f) meint, dafs corbulo seinencanal 17411 Toisen lang aus dem Rheine bey Leyden in einer krummen Linie bis zur 7Maas gegen Gervliet über geführt habe. Diese Meinungen wurden wohl hauptsäch-lich vom Tacitus vcranlafst, weil er sagt(g), dafs der canal angelegt worden sey,die Gefahren des Oceans zu vermindern. Die Schriftsteller dachten sich daher vonder ausgegrabenen Erde dieses canals an seinem vfer, nach der $ee,. einen Damm auf-
(c) Pansan. x.ib 3 . cap. i. p, £04.
(®) Cluver. de mb. Rheni aIv. cap. fl,
(f) Canaux de navigation $. 849.
Cg) Aon, l, xi. zo. >
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