Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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geworfen (h). Indem sie aber so raisonnirteu, vergafsen sie der Dunen , welcheSchutz gegen die See gewähren. Auch drückt sich mo cassius bestimmter als Tacitusaus, wenn er in der eben angeführten stelle sagt: dieser canal sollte verhindern,dafs die von der rluth zurück gestauten Flüsse keine stillstehende Seen bilden möch-ten. Könnte wohl die fast horizontale Wasserleitung, welche die vlie und schie ge-nannt wird, den Aufsflufs des Rheines befördern, und den Strom der Maas gegen dierluth verstärken? Endlich Ist Alting (i) darin einstimmig, dafs die vlie es nicht seynkann, welche viel neuer ist, wie aus einem rrivilegio vom Albert von Bayern vomJahre 1404 (k) ersichtlich ist, worin er nähmlich den Einwohnern von nelft dieErlaubnifs gibt, einen canal zu graben.

Es scheint also gewifs zu seyn, dafs nrusus den Rhein in der Gegend bey wykby nuurstede mit Dämmen einschlofs; dafs corbulo den canal von diesem orte bis et-wa nach Lecksmonde führen, zu beyden seiten mit Dämmen versehen und mehrerecämme anlegen liefs, und dafs Paulinus pompejus diese Arbeiten vollendete.

Diese Vorsorge- der Römer, mit ihren Einsichten die physische Existenz der ta-pfern Bataver zu verbessern, flöfste diesen friedliche Gesinnungen ein ; sie wurden da-her nicht Unterjochte, sondern Verbündete der Römer: denn noch zu xacitus Zeitenerniedrigte sie kein Tribut, kein Zöllner sog sie aus. Frey von Abgaben, waren sienur als tapfere Krieger für schlachten besimmt (1).

Mit einem hohen Gefühle, nur für ihr Vaterland zu fechten, führte sie ihr Feld-herr Claudius civilis (im Jahre 71.), uneingedenk der Verbesserungen, welche dieRömer mit ihrem väterlichen Boden vorgenommen hatten, gegen diese zum streite.Als sie über bey xanten (m) geschlagen waren, so liefs civilis, nachdem er sein Heerin die Insel, und zwar in dem iheile jenseits des corbulonischen Grabens, zurück-gezogen hatte, die Dämme unter Wyk by Duurstede zerstören, um mit dem hobenStrome Gallien , zu überschwemmen. Diesen zweck noch besser zu erreichen, legte ergleich unterhalb der sheidung des Lecks vom Rheine in diesen Flufs einige Dämme an,welche das von oben herunterkommende Gewässer in den Leck hineintreiben sollten.Der Rhein ward also schon damahls so geschwächt, dafs er nur ein kleiner Flufs, unddiefs kaum mehr war(n). So mufste also der ström diesen canal und den altenriufs, der von Ameyden bis unter Rotterdam schon statt fand, ehe der corbulonischecanal gegraben wurde, sehr schnell erweitern und vertiefen. In dem Maafse alshier der riufs sein Bett vergröfserte, versandete der Rhein .

(Ji> Alting. cerm. inf. t. i. p. 47 *

(i) L. c. p. i, p. 48-

(k) Boitet Beschryvinge van Delft ,

(l) Tac. de s. et m, oer. c. 29 .

(m) Tac. Hist, x., v. c. 14 — *8.

(n) Ibidem c. 19 ,

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