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$. 244. Die Mündung des nlieins bey Kattwyk war indessen ohne zweifei nochim Jahre 11Ö5 offen: denn als der Graf von Holland , Floris m., bey zwamerdamra(t. 40.) einen Damm in den Rhein angelegt hatte, so befahl ihm Kaiser Friedrich x.noch in demselben Jahre, dieses für die obern Gegenden so schädliche werk wiederfort zu schaffen, damit der Rhein seinen vor Zeiten gehabten Ablauf wieder erhaltenmöchte. Dafs die Mündung indefs damahls schon sehr unbeträchtlich seyn mufste ,beweiset eben dieser Damm, welchen Graf Floris wahrscheinlich defswegen anlegenliefs, weil das vom Rheine herunter geführte Wasser nicht alles mehr in die Nord-see ausgeführt werden konnte, sondern sich zum Theile in die niedrige Gegend desjetzigen Harlemmer Meeres absetzte. Diesem uebel dachte dann Floris dadurch vorzu-beugen, dals er dem wasser wehrte, bis in dieses Meer herunter kommen zu können.Stellt man diesen vorzüglich wichtigen umstand, und die Beweggründe zur Ausgrabung desuecks oder des corbnloniscben canals zusammen; so wird es klar, dafs die Versto-pfung der Rheinmündung nach und nach(o), und nicht im Jahre 8Ö0 durch eineSturmfluth bewirkt wurde (p). Aber wenn es auch gegründet ist, dafs die Mündungdes Rheins im Jahre 8ÖQ verstopft worden sey, so kann doch nicht geleugnet werden,dafs der Strom den in seine Mündung eingeworfenen Sand wieder fortgeschwemmt ha-ben würde, wenn er vermögen genug gehabt hätte. Dieses hatte aber dem Rhein ,die waal, der Leck und die Geldersche - vssel geraubt. Er mufste daher nach undnach versanden!
Wann die Vereinigung der maas mit der waal bey workum (woudrichem) vor-fiel, welche anfänglich zu Gervliet statt hatte, und wann die Maas bey Boeckhofen(t. 3Q.) zugedämmt sey, weifs man nicht bestimmt; indessen erinnert velsen (q)mit grofsem Rechte, dafs diese neue Bahn schon 1421 gewesen seynmufs, weil sie,nachdem das Bergische - Feld versunken war, sehr beschwerlich zu bewerkstelligengewesen seyn würde. Einige schreiben die Vereinigung der beyden Flüsse Maas undwaal dem Könige der Franken Mcrowäus zu, doch ohne weiteres zeugnifs, als dieAehnlichkeit der Nahmen, da der vereinigte Flufs (t. 30.) den Nahmen Merwe oderMerwede (rossa Merovaei) annimmt. Sehr alt ist sie indefs gewifs. Schon im zehn-ten Jahrhunderte kömmt sie in einer alten urkunde des Grafen Stria vor, und imJahre 10Ö4 wird sie in einem Diplom vom Heinrich iv. erwähnt. Da die Noord, vonDortrecht bis zur Einmündung des Lecks, auch den Nahmen Merwede führt, so möchteman sie auch für eine Arbeit des Merowäus halten, Und nach xalande ist diefs dereigentliche Merowäische canal. Wenn aber die Noord, wie es scheint, hauptsächlichzur Erleichterung der täglichen communication zwischen Rotterdam und Dordrecht ge-graben ist, so ist jenes nicht wahrscheinlich, da Rotterdam selbst vor dem xiv. Jabr-
(o) Simon van teeuwen Batavia illustrata fol, 102.
(p) Cluverius o. Anu c, 5 .
(q ) Rivierk. verh. bl. 123»
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