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ein wenig oberhalb aeenen, an der Gelderschen Grenze, anfieng, gegraben werden, um.vermittelst desselben das überflüssige Rheinwasser, wodurch das Stift Utrecht sehr litt, indie see zu führen; welches desto leichter geschehen konnte, da dieser Acker auch dichtan der ser lag (t. 42.)* 2) Der bey wyk te Duurstede in uralten Zeiten von civilis
in den Rhein gelegte Damm sollte niemals zerstört werden. 3) Der vom Grafen Florisbey zwadenburg in den Rhein gelegte Damm, sollte dagegen auf ausdrücklichen Be-fehl wieder weggenommen werden (s. 340.). Dem Grafen selbst wurden wegen derAnlage dieses Dammes heftige verwürfe gemacht, und ihm schuld gegeben, die Ur-sache vieler ueberschwemmungen in dem stifte und des Todes einer unzählbaren MengeMenschen gewesen zu seyn. Dieses Diplom vom Kaiser Friedrich dem ersten kommtbeym Heda S. 181. u. s. w. vor. Graf Wilhelm I. von Holland mufste eidlich ver-sprechen , für die Zukunft bey keiner Gelegenheit den Rhein , weder bey zwadenburg,noch sonst wieder zuzudämmen. Die Stadt, welche er hier anlegen liefs, wurdenach dem alten Damme z wadenburgerdamm, nachher zwamerdarnm genannt.
Die woda ist nachher zu Folge dieses Vertrags gegraben worden, und der da-durch entstandene canal hat, wie Mathäus in notis ad Anonymum de rebus ultra-jectinus p. 121. zeigt, den Nahmen Grebbe bekommen. Indessen ist dadurch noch kei-ne communication des Rheins mit dem süder- see eröffnet. Allein wegen Erfüllungder andern beyden runcte ist oft streit entstanden.
$. 24Ö. Die zweyte Epoche des holländischen Flufs - und Dammbaues fängt, wiegesagt, von dem Jahre 1421 an, weil damals am 19. November die Merwede (Tab.31.) durch den Oudewiel einen neuen Abflufs erhielt, folglich die Mündung derMaas , von dieser zeit an, ihrer Strommasse beraubt, versanden mufste. Zu diesemDurchbruche mochte wohl die im Jahre 1366 vor dem Alblasser waard vorge-nommene Bedeichung eines grofsen stück Landes viel bey getragen haben, weil dadurchdas profil des hohen Stromes zwischen Haardingsveld und werkendamm sehr beengtwurde. Das wasser drang daher bey hohen rluthen so stark gegen die beyderseiti-gen Dämme, dafs endlich der älteste Damm, welcher vormahls den süd-Holländschenwaard einfafste, in der Nacht vom 18. auf den IQ. nov. 1421 durchbrach. DieserDurchbruch geschah vor werkendamm, an dem orte, der nachher der Oude-wiel ge-nannt ward, wodurch der ganze siid- Holländische waard überschwemmt wurde, zweyund siebenzig Kirch-Dörfer untergiengen, und eine zahllose Menge Menschen ihr Le-ben verlohren haben. Viele von diesen uirch - Dörfern und Aemtern kennt man nurjetzt noch ihrem Namen nach, ohne zu wissen, wo sie gelegen haben. Andere sindentweder ganz oder zum Theil wieder hervorgekommen, wovon etliche nachher vonneuem bedeicht worden sind, z. b. das Land von Neu - Altenadie übrigen aberliegennoch als Aufsen-Deichs Lande, als wasser und Inseln, in dem Eergschen Felde, oderdem Bies- Bosch.