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Städte gern. So gröfs war die Eifersucht der Städte aufeinander, von je her, dafs esdieser gelang, auch die befsten projecte rückgängig zu machen. Im Jahre 15Q4 kamdiese Sache wieder bey den committirten näthen in Anregung; es geschah aber, wenig-stens in dieser Epoche nichts mehr, bis 172Ö, da sie von neuem in den Gang harn.Was aber damahls und nachher geschehen ist, gehört nicht hierher.
$. 247. Als die Stadt Dortrecht auf diese weise ihren zweck: die Vertiefungder Merwede längs der stadt durch zudämmung der durch den Bies - Bosch gehendenJFlufsäste nicht erreichen konnte, glaubte sie denselben dadurch zu erlangen, dafs sieden Flufs einschränkte und beengte, und legte zu dem Ende im Jahre 1663 den pa-pendregtschen veerdam, Tab. 50., an. Hierdurch Wurde der Flufs-vor der Stadt aufeinmal um die Hälfte verengt. Natürlich mufste dieser pamm das Wasser sehr aufhal-ten , und dessen Abflufs nach den untern Flüssen hinderlieh werden, und in je höhermGrade diefs geschah, deso mehr wasser mufste nach dem Biesbosch fliefsen, und das Bettder Nord mufste sich noch mehr erhöhen. Da 1648 das Malegat zwischen Dordrecht und’sGravendael gegraben war, welches hierdurch einen viel stärkern zuflufs nach dersee bekam und zur Durchfahrt der schiffe aus der Nordsee nach Dortrecht und Rot-terdam dient; welches auch die Nieuwe-Fahrt heifst (xab. 31). Beydes, das Grabendieses canales so wohl als das Anlegen des erwähnten Dammes, waren gerade die Mit-tel , welche man hätte erwählen müssen, um die Alte - und Neue - Maas unterhalb gänz-lich zu versanden. Dieses ist denn auch in einem reichlichen Maase geschehen. Um sichhiervon zu überzeugen, darf man nur die Karten ansehen, welche in den Jahren1606 und l6ll von Matthys de Been van wena, Landmesser von Rheinland, oelfland,schieland und des Landes von Putten, und von Balthazar Florez und Sohn, auf Befehldes Deich - collegii von Delfland verfertigt wurden, woselbst die Mündung der Maas vier bis fünfmal so breit war, als sie jetzt ist. Auf den Karten, welche zu diesemWerke als Kupfer dienen, ist die alte Maasmündung von 1606 genau angegeben. Da-mahls existirten darin die Inseln weel-plant, Meuve - plaat, Els-plaat und de Beervor oude Beyerland. So sind also die Inseln in der alten Maas ein Geschenk der obernFlüsse; ja! im Jahre 1665 war nach einer Karte von Maurits wallrawen und nach ei-ner von Peter toouw, der Beer oder Hoek van Holland nur eine spitze Landzunge, vonfjO Ruthen breit, wie sie auf die. stromkarte der Mündung gezeichnet worden ist. Dawo jetzt das Hoek van Holland liegt, konnten damals noch Heringsfahrzeuge' segeln.
Die Mündung der Maas ist gegenwärtig so versandet, dafs die Seeschiffe, welchenach Rotterdamm wollen, erst bey Helvoet vorbey, und das naringvliet und Malegatbey Dortrecht passiren, dann die alte Maas durchfahren und. endlich an der spitze vonrortugall in die neue Maas zurückkehren müssen, (xab. 31. und 32).
§. 248. In die dritte Epoche fällt die Veränderung der stromscheidung des Rhei-nes von der sogenannten waal. Dieses Ereignifs kann dem Flufsbankundigen nichtunerwartet seyn; denn von der zeit an, als die waal in den oudenwiel unter Gor-
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