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Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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kum, einen kürzern Ausgang in die Nordsee fand, mufste sich ihre Geschwindigkeit ver-mehren, indem ihre Neigung, folglich auch ihre wassermenge und riefe sich vergröfserte.Hiezu kam noch, dafs der Rhein ein einschlürfender Strom (Tab. 21.) geworden war.Man konnte daher den im Jahre 1711 erfolgten Durchbruch der zwischen dem Rhein und der waal liegenden Erdzunge leicht voraussehen. Zwar suchte man ihn, durchdie Anlegung des Booter - Deiches, im Jahre 1696 zu verhindern. Der Ingenieur rassa-vant entwarf auch in eben diesem Jahre zwey verbesserungsentwürfe. Nach dem ei-nen sollte für den Rhein, durch das spyck, ein 696 Schuh weiter und 14 schuh tie-fer canal ausgegraben werden, den er mit den Leitdämmen k l und h i begränzen,dessen linkes ufer aber mit einem uferbauwerk beschützen wollte. Ein 120 Schuhlanges Schöpfwerk a, so wie die Kribbe vni. sollte den Strom in den Durchstich ein-führen. Wenn wir das letztere werk abrechnen und bemerken , dafs die Aushebungdes Durchstiches nur eine Breite von 100 schuh hätte erhalten dürfen, so war diesesProjekt dem damaligen Local sehr angemessen. Wahrscheinlich hatte man von demFort schenkenschanz eine zu hohe Meinung, als dafs man sich entschliefsen konnte,dessen rechte Seite von dem Strome zu entfernen. Passavant sah sich daher genö-thigt, einen zweyten Entwurf zu machen, bey welchem die Stromscheidung in derNähe von schenkensehanz beybehalten werden konnte. Er entwarf daher das auf derKarte (xab. 21.) beschriebene zweyte mirchstichsproject. Er glaubte mit den nrib-ben'i bis vn. und mit dem Schöpfwerk vni. den ungetheilten ström in den Durchstichzu werfen, mit den Bauwerken b xn. aber einen Theil des Stromes in die bey schen-kensehanz versandete Rheinmündung einzuleiten. Dieser Entwurf würde den Absich-ten um so weniger entsprochen haben, da der ungetheilte ström mit seinem strom-striche vor dem Durchstich gänzlich vorüberflofs und in demselben eine starke Wen-dung erhalten mufste. Diese wichtige Sache blieb nun auf sich beruhend, wiewohlim Jahre 1696 der Niederrhein nur ^ xheil von dem unvertheilten Strome (nach ras-savants und von Lindens Berechnung) abführte, bis eine militärische Rücksicht im Jah-re 1701 eintrat. Der berühmte coehorn legte nämlich die sternschanze an, und liefsden am 3. September 1698 beschlossenen pannerdenschen - canal auf eine Breite von120 schuh graben. Der im Jahre 1742 bey Lobyt von Ludwig xrv. unternommene ue-bergang über den Rhein , nachdem er sich des Forts schenkenschanz bemeistert hatte,und den die französischen Schriftsteller zu den Grofsthaten dieses Königs gezählt ha-ben, wiewohl er bey dem versandeten Rheine sehr leicht war, mochte wohl die mili-tärische Wichtigkeit dieses punctes gezeigt haben, so dafs man die sternschanze, undau ihrer yertheidigung den pannerdenschen - canal als nöthig erachtete. Dieser canalwar aber für Hollands inländische Schiffahrt ein dringendes Bedürfnifs geworden, weilauf dem versandeten Rheine , von schenkenschanz abwärts, mit dem Ende des siebenzehn-ten Jahrhunderts, alle Schifffahrt aufgehört hatte. Eben dieses nachtheilige Ereignifsfand auf dem Leck und der Gelderschen yssel statt, weil beyde Flüsse ihr wasser aus

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