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Die Mündung des pannerdenschen canals, deren Beschaffenheit von 1751 bis 1766aus Fig. a und b Tab. 26. zu ersehen ist, war dergestalt versandet, dafs darauf an-,getragen wurde, am linken waal - ufer die nribben a , b b und einen Leitdamm c d(Fig. a. ) anzulegen. Bauwerke, welche dem vannerdenschen eanale mehr wasserzuführen sollten. Das erstere a ist endlich (1787) ausgeführt worden, es liegtvon e bis f (Tab. 23.) Die übrigen unterblieben gänzlich. Würde nicht einSchöpfwerk auf der Kiesanlage vor dem Nicolas waard, etwa von d nach e (iab. 26.rig. a und b) bessere Dienste geleistet haben? Der hohe Strom lief nun, nachdemder Herwensche Deich zerstört war, immer in den Polder der drey Dörfer hinein, von woer längs dem sorgdeiche in die Mündung des pannerdenschen canals strömte, unddiese Inondationen wurden durch Eisstopfungen in der Herwenschen Serpentine nochvervielfältigt und gefahrvoller, weil sie den Strom zur verderblichen Hohe anschwell-ten. So weit liefs es das Gouvernement, ohne auf die Vorschläge der Ingenieure zuachten, kommen, bis es sich endlich (1771) entschlofs, eine Zusammenkunft der ver-schiedenen interessirten. iheile zu veranstalten.
So standen nun dem hohen Strome zwey wege statt einem offen: nämlich derAlterhein bey tobyt und der rannerdensche canal; ja auch ein dritter war für den ausseinen ufern getretenen hohen Strom unglücklicher weise ( 1740) indem Durchbruchedes spyckschen Deiches erfolgt, dessen Länge anfänglich fünfzehn, aber 1745, hun-dert und fünfzig Ruthen betrug. Es flofs daher der hohe Strom durch diese Deichöff-nung und vereinigte sieh mit dem Alten-Rhein in der Gegend unter Elten . Kein wun-der , wenn von dieser zeit an die Leckdeiche in Gefahr kamen , und vielleicht ist esnur lediglich den hohen ueberschwemmungen von 1745 beyzumessen, dafs man endlichnach so vielem erlebten Unglücke, Bedacht nahm l) den spyckschen - Deich, wobeypreufsen sehr interessirt war , auf gemeinschaftliche Kosten herzustellen und. das uferlängs demselben mit einem Bauwerke zu decken, 2) die vertheilung der Flüsse zuverbessern. In dieser letztem Rücksicht wurde in der 1745 abgeschlossenen Conven-tion festgesetzt: a) dafs der ranncrdensche - canal ein Drittel und die w'aal zwey Drittelvon dem ströme des unvertheilten Rheines abführen müsse; b) die Mündung des Al-tenrheins bey Lobyt, welche hundert achtzig Ruthen breit war, sollte auf siebenzigRuthen mit Dämmen eingeschränkt werden. Um jene Bedingung in a) zu erfüllen,glaubte man das Packwerk g Fig. b. ( t. 26,) im pannerdenschen canal ausbessernzu müssen. Bey der Bestimmung der stromvertheilung wurde indessen nicht auf diemittlere Geschwindigkeit, mithin eigentlich nicht auf die wassermengen selbst, son-dern nur lediglich auf die Gröfse der Profile gesehen. Sonderbarer als dies ist esaber, dafs man bey ihr nicht einmal eine gewisse wasserhöhe festsetzte, dafs sienachher die Veranlassung zu vielen Streitigkeiten und Hin - und Herschreiben werdenkonnte, zumal da der hohe Strom durch den Alten-Rhein eine grofse wassermenge ab-führte.' Bey hohem wasser, wo eigentlich die Notb eintrat , — die neust Rath schaf-
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