Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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ten, widerstehen. Sie müssen also a) sanfte Böschungen haben, um den Strom unddie wellen im Angriffe zu mäfsigen. b) Man mufs sie in jeder Tiefe, auf den unre-gclmäfsigsten Boden, aufführen, und so construiren können, dafs sie nur eine Masse,einen Körper, ausmachen, welcher allen Angriffen, auf Jahrhunderten hinaus, mit ei-niger Unterhaltung oder Nachhülfe, widerstehen kann, c) Ihre Form mufs nicht nurden Anlauf der wellen schwächen, sondern auch den des Ebbe - und Fluthstromesund den des Eisschuber, d) Die Kosten eines solchen Bauwerkes müssen so geringe, alsmöglich seyn. e) Endlich müssen die Materialien, aus denen man es aufführt, allennachtheiligen Einwirkungen des seewassers, der Luft und sonne, so wie dem Einboh-ren des pfahlwurmes, widerstehen. Allen diesen Forderungen wird man mit den Busch-steinuierheri. aus Faschinen, kleinen pfählen, wippen oder Verzäunungen, aus grofsenund kleinen steinen bestehend entsprechen. Blofse Faschinenwerke können abergegen die Einwirkungen des seewassers, den Brandungen und der Luft nicht aus-dauern , wie ich diefs an denen, vor dem strande bey Blankenberg in Flandern gesehenhabe, und wie es die ehemaligen, wiewohl sehr schlecht construirten Faschinenbau-werke bey cuxhafen bewiesen haben. Doch diefs ist ja einleuchtend, ohne sichauf mehrere Beyspiele beziehen zu dürfen: denn die obern Lagen solcher Buschwerkewerden stäts fortgerissen; indem sie bey dem seewasser nicht ausschlagen oder Lodentreiben können. Ja! nur eine äusserst sorgfältige Nachhülfe kann sie conserviren, wel-ches ich bey den nöftern von eoederede gefunden habe. Ein Holzbau ist zweckwi-drig a) weil er vom seewurm durchbohrt, b) von dem scharfen Seewinde stark ange-griffen wird, c) das Eisen, womit dessen einzelne rheile untereinander befestigt wer-den, von dem seewasser und der Seeluft oxydirt, d) mit dem Holzbau nur steile odervertikale aber nicht sanft ablaufende nöft.er aufgeführt werden können, derselbe alsoden Angriff der wellen verstärkt, und daher den seeuferbauten und Deichen grofseNachtheile bringt. Endlich kann der, abwechselnd der sonne, Luft und dem wasserausgesetzte Holzbau höchstens nur hundert Jahre bestehen, selbst wenn Eichenholz ge-nommen wird. Und wohin soll man endlich einen neuen Bau setzen ? Ja ! was sollaus dem, mit Bauwerken bespickten, seeufer werden? Wo will man das Geld zuden Bauten aufbringen, und wie sollen es unsere Nachkommen machen; um sichstets, mit ungeheueren Kosten, gegen das zerstörende Element, mit solchen werken, zuvertheidigen? Also ist es Pflicht, ja Nothwendigkeit, den Holzbau zu verlassen. Ehe-dem bediente man sich, fast bey allen seeuferbauten, der Holz.-pfahlwerke mit Gur-tungen, die an die pfähle mit eisernen Nägeln angenagelt sind. Dieses Eisen wurdeaber vom seewasser oxydirt, und so habe ich zwey zoll dicke Nägel gesehen, die,als sie zehn Jahre in den nolzwänden, längs der Friefsischen Küste, gesteckt hatten,nur aus Blättern von Eisen bestanden, die man abnehmen konnte. Was hilft es also,wenn die pfähle mit eisernen Nägeln beschlagen werden? Sind ihre Köpfe aufgelöfst,