Band 
Erster Band mit acht und sechszig Kupfern.
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13er untere rheil der Dossirung vom - Neufelder Deich, dessen Krone 8 Fufs breit ist,und der auf 17 Fufs über die ordinäre rluth liegt, ist mit Stroh bekrampt. Er hattenicht die mindeste Beschädigung von der über die steindossirung gestürzten sturm-fluth gelitten. Ein Beweis, dafs es nöthig ist: die uferbauwerke dem Deich so nahe,als möglich zu bringen, wenn man sie nicht weit entfernen kann. Wo die stein-dossirung von dem Deiche abgeht, ist auch wieder hinter ihre uückwand Ausspiih-lting. Um diese zu verhüten, ist daselbst eine 4 Fufs breite steindossirung Land-wärts gelegt, und davor sind kleine pfähle geschlagen worden. 15) Das Grodenstackbesteht aus einer grofsen pfahlwand in der mitte pfähl an pfähl geschlagen. Beyden pfählen ist dergestalt abgewechselt worden, so dafs ein schwächerer an einemstärkern steht. Diese pfahlwand ist mit Gurthölzern versehen, und durch diese ge-hen Spitzbolzen in die pfähle hinein, zu beyden seiten ist die pfahlwand mit Faschi-nenbau eingeschlossen; und darauf liegt ziegelgraus, an der Seeseite ist aber diesernoch mit grofsen Feldsteinen belegt. Vor dem Kopfe liegen 12 sinkstücke; jedesvon 25 Fufs breit und 30 Fufs lang, welehe mit ziegelgraus und grofsen steinenbeschwert sind. Die gesammte Breite des Werkes beträgt 36 Fufs. Die pfahlwand stehteinige schuh über die seiten - Dossirungen hervor. Sie ist (wenn ich nicht irre)durchs Buschwerk gerammt worden. 14) Nach einer ähnlichen Methode sind auchdie drey strandhöfter vor dem steinmarner Deich Nro. 1. 2. 3. (t. 48.) gebauet, nurdafs davor keine sinkstücken nöthig w r aren. Die pfahlwand reicht auch bey ihnennicht ganz zu Ende, sondern der Faschinenbau ist mit steinen bedeckt. Der concaveFlügel an isro. 1. soll abgenommen werden.

Ausser diesen Bauwerken hat die Stadt Hamburg , zur Sicherung der kleinenInsel Neuwerk , worauf ein Leuchtfeuer brennt, unter nr. woltmanm Direction, derden Bizebüttler Bau so sehr verbessert, und die oben beschriebenen werke gröfs-tentheils aufgeführt hat, noch andere aufführen lassen, die aus parallelwerken beste-hen. In der construction sind sie dem parabelwerk gleich, ausser dafs eichenepfähle gebraucht werden, statt zu Ritzebüttel kieferne stehen. Die stammenden sindvon jenen aufwärts gekehrt worden; daher verspricht man sich von dem, aus demWasser hervorstehenden Th eil, eine hundertjährige Dauer.

$. Ö2. Endlich komme ich zu dem renetianischen Seeuferbau (t. QO. h. und j).Derselbe steht, wie mehrere in den vorhergehenden $. §. beschriebenen seeufer-bauten, mit dem Deich - und Hafenbau in Beziehung; und ich mufs daher auchdie venetianischen Deiche erwähnen. Vorzüglich dient dieser seeuferbau zur Be'Schätzung der, vor den Lagunen , welche den grofsen wasserbezirk, worin die rluthdes Adriatischen - Meeres eintritt, bilden, liegenden Inselreihe, die die venetianerLidi nennen, und welche im Mittel nur drey schuh über die ordinäre Fluth in denLagunen liegt. Werden nämlich diese Inseln vom Meere verschlungen: so würde