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das Eisen vom seewasser verkalkt, und so leistet es kaum acht Jahre Dienste. Diesessind schon Beweggründe genug, um den Pfahlbau abzustellen, die jetzigen pfahlwerkeabsägen und das hoIz und Eisen verkaufen zu lassen. Zweytens : Müssen die Bö-schungen der Seedeiche und deren uöhe dergestalt eingerichtet werden, dafs sie denBrandungen der see vollständig widerstand leisten, wie ich schon erörtert habe, soliegt es in der Natur des Angriffs, welchen die seewogen auf die seedämme ausüben,dafs sie auf sanfte Böschungen aufrollen, ohne dieselben zu beschädigen, welches auchder gewöhnlich aus purem sande bestehende seestrand beweist, da derselbe in sanftenBöschungen liegen bleibt, ohne von der See fortgerissenzu werden, es sey denn, dafsdie Grundwogen und der Fluthstrom sehr heftig wären. Eine Bemerkung, die ich beyder Bereisung der holländischen und französischen Küste gemacht habe. Ja man hatbey Blankenberg in Flandern, und bey s’ Gravesande in südholland seedämme aus pu-rem Sande angelegt, ihnen jedoch eine Böschung von Q bis 14 Fufs auf jeden schuh uöhe gegeben. Mit dieser grofsen Böschung haben sie der see vollkommen wider-stand geleistet. Diese Dämme sind daher ein Beweis von der Güte sanfter Böschungen.Was aber die Gröfse einer Deichböschung, welche mit Steinen angelegt wird, anbe-trift, so habe ich vorne mehrmahls die Erfahrung aufgestellt, dafs eine drcyschuhigeBöschung, bey Deichen längs dem strande, hinreichend sey. ' Dieselbe mag also auchbey diesem seedamme statt finden. Gröfsere Böschungen müseen aber solche see-dämme erhalten, die -frey ins Meer aufgeführt werden, und längs denen die spring-fluthen hoch und heftig anlaufen, wie z. b. der seedamm in der Rhede vor Cherbourg .Diesen haben die seestürme eine zehnschuhige Böschung gegeben. Drittens: Die Be-legung der äussern Böschung des Seedammes auf den Lidi mit steinen reiche defs-Wegen fünf schuh über die ordinäre Fluth hinauf, weil die Erfahrung an den dorti-gen seedämmen es beweist, dafs sich weiter hinauf ein fester Rasenboden, oder eineErdböschung vollkommen gut erhält. Viertens: Da, wo sowohl der Seedamm nachdiesem profil zu construiren ist, als auch da, wo die Murazzi, ihres starken Baueswegen, bleiben müssen, ist der ins Meer gehende Steinwurf, oder die scoliera mit ei-ner Böschung von drey bis vier schuh auf einen schuh uöhe anzuschütten: nämlichvierschuhig auf der Insel paelestrina und gegen coromann ; dreyschuhig auf der In-sel malamocco , weil der Angriff der See hier nicht so heftig ist, als dort. Dafs diehier vorgeschlagene Anlage sanftlaufender Böschungen die einzige mit der Natur desAngriffs der wellen übereinstimmende Bauart ist, wird auch bey diesem seeufer aufder Insel malamocco bewiesen: denn obgleich der seedamm nur mit kleinen steinenbedeckt ist, die aus den Gegenden von monselice geholt werden, und von denen ei-nige nur einen halben cubikfufs grofs sind, so widersteht diese Böschung dennochallen Angriffen der niedrigen see, nämlich daselbst, wo sie geradelinigt ist (f. 2.x. go.) hingegen da, wo sie concav (f. 3.) ist, wird sie in kurzer zeit von denWellen weggeführt. Soll jedoch diese Steinböschung dem Meere auf immer wider-
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